Aktien als Geldanlage: Was sollten Sie wissen und wo sollten Sie investieren?

Ganz egal, ob für das Eigenheim, eine zukünftige Weltreise oder auch mit Blick auf die Altersvorsorge: Aktien sind immer eine empfehlenswerte Möglichkeit. Vor allem auch, weil es letztlich kaum Alternativen gibt: Die Kombination einer hohen Inflation mit den niedrigen Zinsen führt nicht dazu, dass das Ersparte wächst – hier kommt es in Wahrheit sogar zu einem realen Geldwertverlust. Aber wie gefährlich ist es, in Aktien zu investieren?

Korrekturen sind als neue Einstiegsmöglichkeit zu sehen

Hat man zu Beginn der 2010er Jahren damit begonnen, in den MSCI World Aktienindex zu investieren, in dem sich 1.600 der stärksten sowie größten Aktiengesellschaften der Welt befinden, so hätte man bis zum Jahr 2020 eine durchschnittliche Rendite von 10,5 Prozent/Jahr gemacht. Auch wenn der Aktienmarkt 2022 durch den Krieg in der Ukraine und die steigenden Zinsen etwas nachgegeben hat, so heißt das noch lange nicht, dass man jetzt weiterhin nicht investieren sollte.

Der Aktienmarkt wird sich nämlich wieder schnell erholen und kann sich bald auf dem Vorkriegsniveau befinden. Das heißt, die aktuell etwas niedrigeren Preise stellen eher den perfekten Einstiegszeitpunkt dar.

Aktien: Ein Überblick

Bei Aktien handelt es sich um Wertpapiere, die den Eigentumsanteil an einem Unternehmen dokumentieren. Ausgegeben werden die Aktien direkt von den Unternehmen, um frisches Geld zu beschaffen.

Man kann in Aktien direkt investieren oder indirekt über Aktienfonds. Die Entscheidung hängt davon ab, wie die selbstgesetzten Spar- bzw. Veranlagungsziele aussehen. Zudem geht es auch darum, ob man selbst ein Depot mit Aktien zusammenstellen und verwalten will oder ob man lieber mit einem Fondsmanager zusammenarbeitet, der hier über einen Fonds eine Mischung aus Wertpapieren zusammenstellt. In einem Fonds müssen sich übrigens nicht nur Aktien befinden – ein Fonds kann auch Anleihen oder auch Rohstoffe enthalten.

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Beide Strategien haben ihre Vor- und Nachteile. Wer direkt in Aktiengesellschaften investiert, muss selbst auf die Diversifikation achten. Das heißt, man investiert in verschiedene Aktiengesellschaften, die sich in unterschiedlichen Branchen befinden. Je breiter die Diversifikation ist, umso geringer ist am Ende das Risiko eines Verlusts. Man behält über seine Aktien zudem den Überblick und kann immer wieder Anteile von Aktienunternehmen erwerben oder verkaufen.

Entscheidet man sich hingegen für den Fonds, so nimmt der Fondsmanager die Entscheidung ab, in welche Aktiengesellschaften und Branchen investiert wird. Jedoch kostet der aktive Fondsmanager Geld. Des Weiteren gibt es hier natürlich keine Garantie, dass der Fondsmanager richtig liegt.

Immer mehr Anleger entscheiden sich auch für ETFs – Exchange Traded Funds. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Indexfonds, die einen bestimmten Markt abbilden. Es gibt keinen Fondsmanager. Das ist auch der Grund, wieso man keine Bedenken vor hohen Gebühren haben muss.

Mit kurzfristigen Preisbewegungen spekulieren

Natürlich gibt es auch riskantere Varianten, um mit Aktien Geld verdienen zu können. So etwa, wenn nicht direkt investiert wird, sondern man auf die weitere Preisentwicklung spekuliert. Beim sogenannten CFD Trading kann innerhalb kürzester Zeit ein hoher Gewinn verbucht werden – das liegt auch an der Hebelwirkung. Jedoch muss man sich bewusst machen, dass es natürlich auch in die andere Richtung gehen kann. Das heißt, Verluste sind ebenfalls möglich. Das ist auch der Grund, wieso bei sehr riskanten Strategien nur mit frei zur Verfügung stehendem Geld gearbeitet werden sollte.

So auch, wenn man sich für Öl Profit entscheidet. Hier handelt es sich um das Autotrading, das ebenfalls sehr vielversprechend ist, aber auch hier gibt es keine Gewinngarantie.

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Die Gewinne werden versteuert

Kursgewinne sowie Dividenden, also Gewinnbeteiligungen, sind steuerpflichtig und werden mit der Abgeltungssteuer belastet, die auch als Kapitalertragssteuer bekannt ist Die Höhe der Gebühr liegt bei 26,375 Prozent – zzgl Kirchensteuer. Jedoch ist zu beachten, dass es Freibetragsgrenzen gibt. Für Singles liegt die Grenze bei 801 Euro. Der Freibetrag steigt für ein Ehepaar auf 1.602 Euro. Für das Jahr 2023 wird hier übrigens eine Erhöhung geplant: So soll der Freibetrag auf 1.000 Euro für Singles und auf 2.000 Euro für Ehepaare steigen.

Wer unsicher ist, ob seine Gewinne versteuert werden müssen, kann hier natürlich mit einem Steuerberater Kontakt aufnehmen.

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