Angst vor afghanischen Flüchtlingen: Griechenland blockiert eine Stahlmauer an der Grenze

Griechenland will nach der Machtübernahme der islamistischen Taliban-Bewegung in Afghanistan verhindern, dass afghanische Asylbewerber möglicherweise nach Europa kommen. Griechen wollen in der nächsten Flüchtlingskrise nicht wieder an vorderster Front stehen.

Die letzte Flüchtlingskrise ereignete sich 2015, als mehr als eine Million Menschen, meist syrische Flüchtlinge, nach Europa kamen. Die überwiegende Mehrheit ging nach Westeuropa, aber etwa 60.000 sitzen immer noch in Griechenland fest.

Die Europäische Union will in der Region willkommen sein

Bei Bildern verzweifelter Vertreibungen in Kabul stellt sich die Frage: Was passiert mit den afghanischen Flüchtlingen? Afghanen, die westlichen Ländern geholfen haben, wie etwa Militärdolmetscher, werden evakuiert und erhalten im Westen Asyl. Aber die EU will, dass andere afghanische Flüchtlinge in Nachbarländern aufgenommen werden.

Das passiert normalerweise mit afghanischen Flüchtlingen. Nach Angaben des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen leben 90 % der 2,6 Millionen afghanischen Flüchtlinge in Nachbarländern.

„Schnelle humanitäre Hilfe“

Der Empfang in der Umgebung wird jedoch nicht von selbst erfolgen. Nachbarländer wie Usbekistan und Tadschikistan beispielsweise sind so arm, dass viele ihrer Bewohner bereits auswandern. EU-Beamte sagen in einem internen Memo, dass in der Hand Von Associated Press: Wir müssen aus 2015 lernen und die Afghanen nicht ihrem Schicksal überlassen. Ohne dringende humanitäre Hilfe werden sie handeln.

So schnell geht es noch nicht. Wenn uns die Afghanen entgegenkommen, werden sie hauptsächlich die Türkei durchqueren. Dort ist noch kein Sturm: Bisher sind in diesem Jahr 35.000 Afghanen in der Türkei angekommen. Das ist nicht viel: Im gesamten Jahr 2020 waren es 50.000.

Türkei fühlt sich nicht berufen

Doch die Türkei erwartet nach der Machtübernahme durch die Taliban weitere afghanische Flüchtlinge. Darauf wartet Präsident Erdoğan nicht: „Die Türkei hat keine Pflicht oder Verantwortung, ein Flüchtlingslager in Europa zu werden.“ Die Türkei selbst leidet unter großen wirtschaftlichen Problemen (Inflation und Arbeitslosigkeit) und hat bereits 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Die Türkei baut eine Grenzmauer, um Flüchtlinge fernzuhalten.

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Griechenland will “kein Einfallstor” sein und die Türkei will “kein Endlager” sein. Für Afghanen, die nach Europa flüchten, könnte die Reise schwieriger werden, als sie es ohnehin schon ist. Unser Korrespondent Olaf Koins hat kürzlich mit afghanischen Flüchtlingen gesprochen, die in der Türkei angekommen sind. Die Reise ist bereits voller Hindernisse.

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