Apelio, eine deutsche NS-Tochter, steht am Rande des Abgrunds

Abelio, eine deutsche Tochtergesellschaft von NS, steht kurz vor der Insolvenz. Die Bahn, die in fünf deutschen Bundesländern verkehrt, verliert ohne Intervention jährlich zwischen 30 und 50 Millionen Euro.

Nach Angaben der zuständigen Ministerin Vopke Hogstra (Finanzen, CDA) – alleiniger Anteilseigner der niederländischen Regierung an der NS – sollte die NS ihre deutschen Operationen einstellen, wenn sie innerhalb von sieben Monaten keinen Zugang zum Apollo-Wiederherstellungsplan hat.

Hookstra schreibt am Donnerstag in einem Brief Brief an das Abgeordnetenhaus. Der Minister nennt diese Verluste eine “inakzeptable Perspektive”, die “nicht den Interessen niederländischer Reisender dient”.

„Die Kontinuität von Abelio Deutschland zu gewährleisten“ sei auf diese Weise nicht möglich, so Hoextra. Bereits im Oktober hatte NS angekündigt, die Schließung der deutschen Tochtergesellschaft zu erwägen.

Probleme bei Apollo drohen die Auslandsoperationen der NS zu beenden. Auch der britische Ableger von Apollo steht unter Druck. Dort kehrt die Regierung Boris Johnson die viel kritisierte Liberalisierung des Schienenverkehrs etwas um.

N.S. ist seit 2008 in Deutschland. Vor fünf Jahren startete das niederländische Unternehmen bereits in Großbritannien. In Deutschland erzielte Abelio bis 2020 einen Umsatz von 4 744 Millionen Euro. Der britische Raum ist der größte: 3,1 Milliarden Euro bis 2020. Dies ist höher als der NS-Umsatz in den Niederlanden. Im Jahr 2020 werden es, auch dank der Unterstützung der niederländischen Regierung, rund 2,8 Milliarden Euro sein.

Liberalisierung wird rückgängig gemacht

NS wollte zunächst Erfahrungen im internationalen Betrieb sammeln, um den europäischen Bahnmarkt weiter zu liberalisieren. Eine größere und internationalere NS wird besser gegen feindliche Übernahmen geschützt sein.

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Jetzt, wo eine weitere Liberalisierung nicht auf der politischen Agenda steht und die Regierung sogar die zusätzliche Verantwortung für den Eisenbahnbau in Großbritannien übernimmt, sind diese Argumente weniger an der Tagesordnung. „Alle diese Motive gelten nicht mehr gleichermaßen“, schrieb Hoxtra an den Rat.

Die NS sagt, dass der internationale Zweig vor allem den niederländischen Reisenden zugute kommen soll: beste internationale Verbindungen aus den Niederlanden zum Beispiel mit positiven finanziellen Ergebnissen.

In Deutschland hat Apollo in fünf Bundesländern Konzessionen, die alle zu Verlusten führen. Die Verträge haben eine Laufzeit von acht bis zwölf Jahren. Vergangene Woche wurde beschlossen, die deutschen und niederländischen Geschäftseinheiten unter gerichtlicher Aufsicht abzubauen, damit die NS nicht lange Verluste zahlen muss. Dieses vorzeitige Insolvenzverfahren, Sicherheitspanzerungsmaßnahmen, bedeutet, dass ein Unternehmen unter dem Schutz der Gerichte saniert wird, ohne von Gläubigern belastet zu werden. Führt dies kurzfristig nicht zu besseren finanziellen Ergebnissen, folgt ein formelles Insolvenzverfahren, in dem der Insolvenzverwalter die Leitung von German Appello übernimmt.

NS: Externe Ursachen

Die niederländische Muttergesellschaft leiht Apelio 70 70 Millionen Euro für die Restrukturierung, die den gleichen Betrag wie zuvor ersetzt.

NS führt die finanzielle Situation auf externe Faktoren im deutschen Bahnmarkt zurück: Apollo hat Leistungsverträge wegen gestiegener Personalkosten und Strafen infolge von Tarifverhandlungen nicht ausreichend erfüllt. Dies ist vor allem auf eine Reihe von Bahneinsätzen in Deutschland zurückzuführen, die dazu führen, dass das Fahrzeug nicht pünktlich gefahren werden kann und oft mit hohen Kosten auf alternative Verkehrsmittel zurückgegriffen werden muss.

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Hookstra hat unterdessen einen dringenden Appell an die deutsche Bundesregierung gerichtet, beim Sanierungsplan mitzuarbeiten und eine Insolvenz zu vermeiden. Denn mit fast 3.000 Mitarbeitern befördert Appello täglich mehr als 275.000 Fahrgäste und ist damit ein wichtiger Player im deutschen Bahnmarkt. Hookstra sagte dem Repräsentantenhaus.

In einem Brief an die fünf Ministerpräsidenten der betroffenen Staaten schreibt Hoxtra, dass die niederländischen Bemühungen nicht ausreichten, um den Ausgabenanstieg auszugleichen. “Ich möchte Sie auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, unerwartete Kostensteigerungen auszugleichen.” (..) “Die NS hat mir mitgeteilt, dass sie andernfalls gezwungen sein wird, ihr weiteres Engagement zu überdenken.”

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