Auch eine deutsche Untersuchung zur Marktstärke von Apple

Die deutsche Kartellaufsicht hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Technologiekonzern Apple eingeleitet. Die Marktmacht des Unternehmens wird in einer breiter angelegten Studie zum “digitalen Ökosystem” des Unternehmens untersucht. Die Untersuchung konzentriert sich laut Bundeskartellamt insbesondere auf den App Store und auf die Frage, ob Apple mit seinem iPhone- und iOS-Betriebssystem eine marktbeherrschende Stellung aufgebaut hat.

„Die Ermittlungen werden sich vor allem auf den Betrieb des App Stores konzentrieren, bei dem Apple auf verschiedene Weise auf das Geschäft Dritter einwirken kann“, sagte Andreas Mundt, der Chef der Regulierungsbehörde. Es wird auch ausführlich auf den Umfang der technologischen und finanziellen Ressourcen von Apple eingegangen. Auch der Zugriff von Apple auf die Daten wird untersucht. Zu Beginn dieses Jahres erhielt die deutsche Kartellbehörde neue Befugnisse, um gegen sogenannte digitale Plattformen vorzugehen, die eine entscheidende Rolle in der Internetwirtschaft spielen.

Darüber hinaus prüft das Bundeskartellamt weitere Maßnahmen als Reaktion auf Beschwerden aus der Werbe- und Medienbranche. Dazu gehören geplante Datenschutzbeschränkungen in Bezug auf die Art und Weise, wie Werbetreibende Benutzer verfolgen, und Apples Praktiken bei der Bereitstellung eigener Dienste auf seinen Geräten. Die Regulierungsbehörden könnten auch die obligatorische Nutzung des In-App-Zahlungsdienstes von Apple in Betracht ziehen, der ebenfalls von der Europäischen Kommission untersucht wird.

Apple antwortete, dass der App Store ein Motor für Innovation und Beschäftigung sei und dass Deutschlands „iOS-App-Wirtschaft“ mehr als 250.000 Arbeitsplätze schaffe. Der App Store wird allen deutschen Entwicklern unabhängig von ihrer Größe die gleiche Möglichkeit geben, ihre “Leidenschaft und Kreativität” mit Benutzern auf der ganzen Welt zu teilen. Apple freut sich auf einen offenen Dialog mit der Regulierungsbehörde über etwaige Einwände.

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