Auf dem größten Kometen, den wir je gesehen haben, herrscht reges Treiben

Trotz seiner großen Entfernung von der Sonne – mehr als der doppelte Abstand zwischen Saturn und unserem Mutterstern – befindet sich der massereiche Komet bereits in einem deutlichen Koma.

Vor ein paar Wochen kamen Astronomen nach Interessante Entdeckung. Ein massiver Komet – möglicherweise aus der hypothetischen Wolke von Oort – steuert derzeit auf das Innere unseres Sonnensystems zu. Seitdem beobachten Forscher den Körper genau. Und jetzt hat diese Geschichte – buchstäblich – einen Schwanz.

C / 2014 UN271 Bernardinelli-Bernstein
Das Objekt trägt den Namen C/2014 UN271 Bernardinelli-Bernstein, das nach seinen Entdeckern benannt ist. Was diesen Kometen unter anderem so besonders macht, ist seine besondere Größe. Beispielsweise stellte sich C/2014 UN271 als der größte jemals bekannte Komet heraus. Der Helligkeit nach zu urteilen, wird seine Größe derzeit auf etwa 100 km geschätzt, mehr als dreimal so groß wie die zweite Zahl; Komet Hale-Bopp, 1995 entdeckt.

Mehr zum Entdecken
Entdeckt wurde der Komet im Rahmen des Dark Energy Survey (DES), einem Forschungsprojekt, in dem Wissenschaftler versuchen, die sich beschleunigende Expansion des Universums und die treibende Kraft dahinter (dunkle Energie) besser zu kontrollieren. Viele Fotos des Nachthimmels wurden zwischen 2013 und 2019 aufgenommen. Aber diese Fotos dienen nicht nur dazu, mehr über die Dunkle Energie zu erfahren. Diese Bilder dienen beispielsweise auch der Suche nach bisher unbekannten Objekten in unserem Sonnensystem. So haben die Forscher Bernardinelli und Bernstein C/2014 UN271 verfolgt.

Auf den ersten Blick scheint C/2014 UN271 Bernardinelli-Bernstein noch kein sehr aktiver Komet gewesen zu sein. Dies ist angesichts der enormen Entfernung von der Sonne sinnvoll. Es ist derzeit mehr als die doppelte Entfernung zwischen Saturn und unserem Mutterstern, etwa 2,9 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Dann, wenn der Komet dem Stern immer näher kommt, verfestigt sich ein Teil der Materie, aus der er besteht, und bildet eine sogenannte Koma und/oder den Kometenschweif. Die Erwartungen waren also hoch. Denn wann wird dieser neu entdeckte große Körper beginnen, ein solches Koma zu manifestieren?

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Was ist der Täter?
Kometen sind relativ kleine Himmelskörper, die unser Sonnensystem durchqueren. Sie bestehen aus Eis, Staub und kleinen Gesteinspartikeln und können manchmal sehr verrückte Umlaufbahnen um die Sonne haben. Kometen haben oft einen Schweif. Wenn sich die Eiskugel der Sonne oder einem anderen Stern nähert, erwärmt sie sich. Das Eis im Kometen sublimiert (verdampft) und wird von der Oberfläche weggeschleudert. Dabei tragen sie Staubpartikel und leichte Ablagerungen mit sich. Dadurch entsteht ein für Kometen charakteristischer Staubschweif und Koma (staubige Atmosphäre). Dies bedeutet auch, dass Kometen heller werden, je näher sie der Sonne sind. Je mehr Staub freigesetzt wird, desto heller erscheint der Komet – oder genauer gesagt die Koma oder die mysteriöse Wolke um den Kern des Kometen.

Bei Folgebeobachtungen mit Teleskopen am Las Cumbres-Observatorium machten Astronomen dann die überraschende Entdeckung, dass C/2014 UN271 Bernardinelli-Bernstein tatsächlich durch die Sonnenwärme aktiviert wurde. Beobachtungen deuten darauf hin, dass der Komet eine schwache Gas- und Staubwolke aufweist, was bedeutet, dass er tatsächlich aktiv ist.

neue Bilder
Jetzt liefern neu veröffentlichte Bilder mehr Informationen über die Aktivität des Kometen. Das Bild unten zeigt C/2014 UN271 Bernardinelli-Bernstein.

Ein Bild des Kometen C/2014 UN271 Bernardinelli-Bernstein, aufgenommen vom Las Cumbres Observatory in Südafrika. Die sich ausbreitende Wolke ist ein Kometenkoma. Foto: BLICK / LCO

Die Bilder bestätigen, dass auf diesem Kometen viel Aktivität herrscht. Sie sehen einen schönen kleinen nebligen Punkt, der auf den Schweif eines hellen Kometen hinweist. Während C/2014 UN271 also noch weit von der Sonne entfernt ist.

Talsohle
Dies bedeutet, dass dieser Komet uns möglicherweise verbirgt. Wenn sich der Komet der Sonne nähert und scheint, wird die Koma weiter verbreitet. Wird der Komet irgendwann mit bloßem Auge sichtbar sein? Wahrscheinlich nicht, also sollten uns die Forscher enttäuschen. Es soll ein Teleskopobjekt bleiben. Wenn der Komet 2031 das Perihel erreicht – den Punkt seiner (extrem exzentrischen) Bahn, an dem der Abstand zwischen Komet und Sonne kleiner ist – wird er immer noch zwischen den Bahnen von Uranus und Saturn liegen.

Flugbahn des Kometen C/2014 UN271 Bernardinelli-Bernstein. Foto: NASA

Die Tatsache, dass Astronomen C/2014 UN271 Bernardinelli-Bernstein so früh entdeckten, bedeutet, dass wir C/2014 UN271 in den kommenden Jahren in das Innere unseres Sonnensystems stürmen sehen könnten. So bleibt genügend Zeit, den Kometen mit leistungsstarken Teleskopen zu studieren. Astronomen werden beispielsweise weiterhin das Verhalten des Kometen beobachten und analysieren, wie sich seine Aktivität bei Annäherung an die Sonne entwickelt.

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