Büste des umstrittenen Königs Leopold II. in Ostende verschwunden

Eine Büste des umstrittenen belgischen Königs Leopold II. ist aus einem Park in Ostende verschwunden. Eine Aktivistengruppe, die auf die brutalen Kolonialpraktiken des Königs aufmerksam macht, hat den Diebstahl behauptet. Leopold II. regierte ab 1885 seine eigene Kolonie im Kongo. Die schwarze Bevölkerung wurde jahrzehntelang ausgebeutet und Millionen Menschen kamen ums Leben.

Mitglieder von De Stoete Oostendenoare demonstrieren seit Jahren gegen die Denkmäler des Königs in der Stadt. So wurde beispielsweise eine Büste mehrfach mit roter Farbe beschmiert, ein Straßenschild mit dem Zusatz „Massenmörder“ versehen und die Hand einer kongolesischen Nebenfigur an einem Reiterstandbild des Königs in Anspielung auf die von verhängte Bestrafung aufgestellt die Kongolesen. regelmäßig erhalten.

Stoete Oostendenoare hatte bereits beim letzten Beschichtungsprozess im März strengere Maßnahmen angekündigt. “Wir haben die Statue das letzte Mal bearbeitet. Wenn sie nicht gelöscht wurde, besteht der nächste Schritt darin, sie selbst zu löschen.” Die Tat wurde am Freitag aufgehoben.

Konversationen abbrechen

Der Bürgermeister von Ostende Tommelein ist wütend auf die Arbeit. “Entweder wählt man ein Programm, das in Ruhe erklärt, was in der Geschichte passiert ist, oder man wählt Subversion. Letzteres hat Konsequenzen.”

Sollte De Stoete Oostendenoare nicht nachgeben, will Tommelein Diskussionen über den künftigen Umgang der Stadt mit ihrer kolonialen Vergangenheit abbrechen. Außerdem erstattete er Anzeige bei der Polizei.

In ganz Belgien werden Porträts des umstrittenen Königs regelmäßig getönt oder zerstört. Vor einem Jahr verschwand eine Büste in Gent Zu einem Museumslager Denn der Ruf des Königs galt als zu umstritten.

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