Bundesminister glaubt, dass es Milliarden kosten wird, Schäden zu beheben | Ausland

Der Wiederaufbau stark überfluteter Gebiete in Westdeutschland kostet Milliarden Euro. Innenminister Horst Seehofer nennt dies eine Ausnahmesituation, die nur durch große gemeinsame Anstrengungen behoben werden kann.




Nach Angaben der deutschen Nachrichtenagentur DPA belaufen sich die Schäden an Straßen und Schienen bereits auf mindestens zwei Milliarden Euro. Laut der Regionalzeitung Rheinische Post sind in Nordrhein-Westfalen nur 43 Prozent der beschädigten Wohnungen gegen diese Art von Schäden versichert. Eine Bank in der Region hat errechnet, dass Versicherungen wegen des Hochwassers mindestens 2,5 Milliarden Euro zahlen müssen. Außerdem entstehen Schäden an unversicherten Wohnungen.

Die Regierung kündigt an, einen Fonds für die Betroffenen einzurichten. Einzelheiten hierzu werden nach der Schadensmeldung besprochen.

Es sind noch Monate

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Es kann Monate dauern, den Schaden zu beheben. Alles muss erst gereinigt und dann wieder aufgebaut werden. NRW-Verkehrsminister Hendrik Fust sagte der Rheinischen Post, das alles solle schnell und unbürokratisch geschehen.

Die Zahl der Todesopfer in Deutschland liegt derzeit bei 1.644. 117 Menschen starben in Rheinland-Pfalz und 47 in Nordrhein-Westfalen. In Deutschland werden noch immer Menschen vermisst. Mindestens 30.000 Menschen sind immer noch ohne Strom.

viel Kritik

Das Warnsystem wurde in Deutschland vielfach kritisiert. Obwohl es Unwetterwarnungen gegeben habe, habe die Regierung zu spät eingegriffen, glauben viele Bewohner der betroffenen Gebiete. Die Regierung hat sich bereits verpflichtet, das System zu evaluieren. Das bedeute laut Seehofer nicht, dass nun alles zentral geregelt werde. “Es muss nicht besser sein.”

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© Armin Weigel / dpa

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