China etabliert sich als Supermacht im Bereich Forschung und Entwicklung

Noch vor 25 Jahren gab China so viel wie die Niederlande für Forschung und Entwicklung aus. Das sind jetzt mehr als alle 27 EU-Staaten zusammen, und auch die USA dürften in wenigen Jahren überholt sein. Bei der Zahl der Veröffentlichungen liegt China bereits weit vor den USA. Das ist klar aus Tatsachenfeststellung Zum Wachstum der chinesischen Wissenschaft heute vom Rathenau-Institut veröffentlicht.

Die chinesischen Investitionen in die Wissenschaft sind seit 1996 um mehr als 2.700 % gestiegen. In den Vereinigten Staaten sind sie im gleichen Zeitraum um 116 % gestiegen, in den Niederlanden um 82 %. Diese erhöhten Investitionen führen zu mehr Wissenschaftlern, die wiederum auch mehr produzieren. Im Jahr 2019 überholte China erstmals die USA mit rund 475.000 Posts pro Jahr und hält damit jahrzehntelang die Rangliste, bleibt aber jetzt bei über 440.000 Posten hängen.

Die chinesische Forschung ist in allen Bereichen gewachsen, insbesondere aber in den Agrarwissenschaften. Bemerkenswert ist, dass die chinesische Regierung (20 %) und chinesische Unternehmen (80 %) fast vollständig für die chinesische Forschung bezahlen, obwohl der Einfluss des Staates auf diese Unternehmen nicht immer so klar ist. Ausländische Finanzierungen, die etwa 7 % in den USA und 9 % der Forschungsförderung in der Europäischen Union ausmachen, fehlen in China praktisch (0,4 %).

Trotz ihres explosiven Wachstums in den letzten Jahren scheint die chinesische Wissenschaft viel Raum für Wachstum zu haben. In den Niederlanden und den Vereinigten Staaten kommen auf 1.000 Arbeitnehmer etwa zehn Forscher. In China sind es etwas mehr als zwei. Darüber hinaus hat die chinesische Regierung angekündigt, das F&E-Budget in den kommenden Jahren um 7 % jährlich erhöhen zu wollen.

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Auch die Zahl der Veröffentlichungen niederländischer und chinesischer Wissenschaftler ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: von 894 im Jahr 2010 auf 4.459 im Jahr 2020 (ein Anstieg um 400 %). Die Zusammenarbeit findet hauptsächlich in den Umweltwissenschaften, interdisziplinären Materialwissenschaften, Astronomie und Astrophysik statt.

„Für niederländische Universitäten bietet das beispiellose Wachstum der chinesischen Wissenschaft Möglichkeiten der Zusammenarbeit“, sagt Melanie Peters, Direktorin des Rathenau-Instituts. Aber wir müssen auch aufpassen. Sicherlich in der Forschung, die sowohl zivile als auch militärische Anwendungen haben könnte, wenn es um geistiges Eigentum und eine mögliche Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen geht.

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