Chinesische Regierung verschenkt Kryptowährung

China setzt alles daran, damit die Bevölkerung von der digitalen Zentralbankwährung überzeugt wird. Überzeugungsarbeit leisten Geldpakete in Millionenhöhe, die es aber nicht umsonst gibt. Bezahlt wird in China nämlich mit der Privatsphäre. Der Ausbau des Überwachungsstaates geht also in die nächste Runde.

Schafft der E-Yuan den Sprung in die gesellschaftliche Mitte?

Das Interesse an den Kryptowährungen reißt nicht ab: Vor allem dann, wenn es darum geht, eine Alternative zum Wertpapiermarkt zu finden, beginnen viele Anleger in Richtung digitale Währungen zu blicken. Selbst Korrekturen, die bedeuten, dass es einmal in sieben Tagen um 30 Prozent nach unten geht, scheinen den Hype nicht beenden zu können.

Wird in vielen Ländern vor Kryptowährungen gewarnt, weil der Markt eben ausgesprochen volatil ist und die Gefahr besteht, hier hohe Summen verlieren zu können, so geht China einen völlig anderen Weg. Hier wird sogar digitales Geld verschenkt. Dabei handelt es sich aber nicht um Bitcoin, Ripple oder Litecoin, sondern um den sogenannten E-Yuan.

Wie man den Weg für die eigene digitale Währung freimacht: China zeigt es vor

Zuerst hat man das Mining verboten, in weiterer Folge die Transaktionen mit Bitcoin verbannt: Man hat tatsächlich die Krypto-Industrie in China lahmgelegt, um die Wege für die eigene Zentralbankgeld, den digitalen E-Yuan, frei zu machen.

Dass China mit der Implementierung der eigenen digitalen Zentralbankwährung – CBDC -, dem E-Yuan, auf der Überholspur ist, mag kein Geheimnis sein. Es gibt kein Land der Welt, das hier so weit fortgeschritten ist. Und man will weiterhin in der Offensive bleiben: Nun wurden von Seiten der chinesischen Notenbank weitere Maßnahmen präsentiert, damit die chinesische Bevölkerung mit der digitalen Währung arbeitet bzw. immer mehr Leute den E-Yuan kaufen bzw. damit bezahlen wollen.

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Folgt man einem Bericht der chinesischen Global Times, einer Tageszeitung, dann haben die Bürger eines ausgewählten Distrikts der Stadt Shenzhen am 29. April 15 Millionen E-Yuan bekommen – das sind 2,2 Millionen Euro. Von Seiten der Tageszeitung heißt es, es handle sich um ein „Giveaway“, damit der „Konsum inmitten der Omikron-Welle angekurbelt“ werden kann, zudem wolle man damit die „digitale Währung fördern“. Über das soziale Netzwerk WeChat sind bei einem Gewinnspiel 130.000 E-Yuan verlost worden – das sind 18.000 Euro.

Das vom Altruismus geprägte China bezahlt die Hilfsgelder in digitaler Form aber nicht ohne Hintergedanken. Die Motivation, den E-Yuan noch mehr in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, mag damit begründet sein, dass es sich um den Ausbau eines wichtigen Werkzeugs handelt, damit der Überwachungsstaat auf eine neue Art und Weise ausgebaut werden kann. Das heißt, durch die Blockchain-Technologie und der Verwendung des E-Yuan, kann man das Handeln der Bevölkerung problemlos nachverfolgen.

In Kryptowährungen investieren – eine gute Idee?

Ganz egal, ob man sich für den E-Yuan interessiert oder damit spekuliert, dass die Preise der Kryptowährungen wieder nach oben gehen – wer sich dafür entscheidet, in den Kryptomarkt zu investieren, sollte immer nur frei zur Verfügung stehendes Kapital nutzen. Das aus dem Grund, weil der Kryptomarkt sehr volatil ist. Immer wieder gibt es steile Höhenflüge und Korrekturen; am Ende kann man zwar darauf bauen, dass der Kryptomarkt mit der Zeit stärker wird, doch bis dahin ist Geduld gefragt. Und man braucht Nerven aus Stahl, wenn der Bitcoin von knapp 40.000 US Dollar auf 28.000 US Dollar rutscht – und das innerhalb weniger Tage.

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Wer sich dafür entscheidet, sein Geld in den Kryptomarkt zu stecken, der weiß, dass es sich um eine Investition in die Zukunft handelt. Eine immer bedeutendere Blockchain-Technologie kann sehr wohl dazu führen, dass die Preise der Kryptowährungen steigen. Und die Tatsache, dass es immer mehr Akzeptanzstellen gibt, sorgt dafür, dass Bitcoin und Co. immer stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken.

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