Das Shirt verwandelt Schweiß und Bewegung in Elektrizität

Forscher der University of California in San Diego (USA) haben ein Sporthemd entwickelt, das dank der integrierten Elektronik aus Schweiß und Bewegung genug Energie erzeugen kann, um die Uhr anzutreiben. Die Kombination von zwei verschiedenen Stromquellen und Speicher über die eingebauten Kondensatoren gewährleistet eine kontinuierliche Stromversorgung. Die Wissenschaftler ließen sich von lokalen Stromnetzen inspirieren, die häufig verschiedene Energiequellen (wie Sonne und Wind) und manchmal große Batterien zur Speicherung kombinieren. In diesem Fall dreht sich alles um die Mikroelektronik, die in ein Sporthemd eingebaut ist. Vorne stehen Bioreaktoren, in denen Laktatenzyme aus Schweiß zur Stromerzeugung verwendet werden. Zusätzlich befinden sich kleine Generatoren in den Hülsen, die Energie aus der Reibung zwischen den Armen und dem Körper ziehen. Dann geht die Energie zu den Kondensatoren.


Bioreaktoren, die aus Schweiß Strom erzeugen.

(Bild Lu Yin)

San Diego

Alle Teile sind durch einen auf das Material gedruckten Silberdraht verbunden und mit einer wasserdichten Beschichtung versehen. Die Teile sind flexibel und können mit Stoff gedehnt werden. Die verschiedenen Komponenten sind aufeinander ausgerichtet. Während eines Laufs produzieren die Generatoren in den Ärmeln zuerst den Löwenanteil der Leistung, während die Bioreaktoren erst dann mit voller Kapazität laufen, wenn der Athlet nach einiger Zeit zu schwitzen beginnt. Beim zehnminütigen Testen auf einem Laufband oder Heimtrainer, gefolgt von zwanzig Minuten Pause, wurde festgestellt, dass das Hemd genug Strom produziert, um eine halbe Stunde lang eine elektronische Uhr mit Farbdisplay zu betreiben. Forscher glauben, dass sie auch ihr System optimieren können.

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