Der multikulturelle „Unsinn“ von Tom van Greiken basiert auf Wissenschaft

Am ersten Schultag erklärte Tom van Greiken, er hasse “linke Lehrer und Professoren, die versuchen, ihren multikulturellen Unsinn nach Belieben in ihren Unterricht einzubauen”. Die Rechnung wird ihnen 2024 vorgelegt. Worte machen uns Sorgen. Es berührt nicht nur die grundlegende akademische Freiheit der Bildung, sondern widerspricht auch dem wissenschaftlichen Konsens: Schließlich ist der von ihm angesprochene multikulturelle Ansatz kein „Unsinn“, sondern basiert auf den besten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die wir haben.

Wir alle sind uns über zwei Kinderrechte einig: Hochwertige Bildung und Gleichbehandlung sollten für alle gelten (wie Jungen und Mädchen in Afghanistan). Flandern ist jedoch seit Jahren führend in Europa im Bereich der Bildungsungleichheit. Es besteht ein Bildungsgefälle zwischen Kindern aus ethnischen Minderheiten und schwachen sozioökonomischen Familien einerseits und Kindern aus ethnischen Mehrheits- und wohlhabenden Familien andererseits. Jahrzehntelange internationale wissenschaftliche Forschung hat die Ursachen und Abhilfen für diese Ungleichheit aufgezeigt. Wie sieht es aus? Weder der IQ der Schüler noch die Fähigkeit, die Schulsprache zu Hause zu sprechen, sind Erklärungsfaktoren.

Dabei spielt der Umgang von Schulen und Hochschulen mit der vorhandenen Vielfalt eine große Rolle. Wenn sie über Assimilation predigen (wie Vlaams Belang), untergraben sie das Wohlbefinden und die schulische Leistung aller Gruppen; Ja, auch Studenten aus der Mehrheitsgruppe. Aber wenn Lehrer und Professoren kulturellen Unterschieden positive Aufmerksamkeit schenken und sie als Mehrwert und Bildungsressource betrachten, steigen das Wohlbefinden und die Leistung der Lernenden; Dies ist in der Primar-, Sekundar- und Hochschulbildung der Fall (siehe unten eine Liste einiger wissenschaftlicher Quellen). Die Lehrer und Professoren, die diese Vision in die Praxis umsetzen, beziehen also keine „linke“ politische Haltung und bauen schon gar keinen multikulturellen Unsinn in ihren Unterricht ein. Sie setzen auf die neueste Technologie, um allen die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen.

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Damit widerspricht es dem wissenschaftlichen Konsens, so genannten „multikulturellen Unsinn“ in die Lern- und Lehrinhalte zu integrieren. Wenn wir aus der Covid-Krise eine Lehre ziehen können, ist es, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur als gültig oder wertvoll gelten sollten, wenn sie mit der politischen Agenda übereinstimmen. Wenn wir ein wohlhabendes Land wollen, in dem die Wissensökonomie im Mittelpunkt steht und unsere Bildung zu den besten der Welt gehört, müssen wir einen multikulturellen Ansatz für Vielfalt wählen – den man als „Impfstoff“ gegen Bildungsungleichheit betrachten kann – vom Kindergarten bis zum Universitätssaal . Tun wir das nicht, wird die Rechnung nicht den Lehrern vorgelegt, sondern unseren Kindern, die Anspruch auf beste Bildung und gleiche Zukunftschancen haben.

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