Der Vorfall mit der iranischen Nuklearanlage erwies sich als “Terroranschlag Israels” im Ausland

AktualisierenDer Unfall in der wichtigen iranischen Atomanlage in Natanz am Sonntagmorgen stellte sich als Terroranschlag Israels heraus. Laut Beamten der US-amerikanischen und israelischen Geheimdienste ist der Schaden an der Atomanlage so groß, dass die Wiederherstellung der Uranproduktion mindestens neun Monate dauern könnte, schreibt die New York Times.




Zwei nicht identifizierte Beamte sagten der amerikanischen Zeitung, dass der Schaden durch “eine große Explosion verursacht wurde, die die internen Energiesysteme vollständig zerstörte”. Stromversorgungssysteme sollen die unterirdischen Zentrifugen antreiben, die Uran anreichern.

Die iranische Atomenergieorganisation sagte am Sonntag, die Atomanlage sei ein Ziel des “nuklearen Terrorismus”. Dann kündigte die Organisation an, dass der Iran sich das Recht vorbehält, zu antworten.

Ein Unfall ereignete sich am Sonntag zuvor in einer unterirdischen Atomanlage in Natanz. Die Nuklearbehörde sprach von Stromausfällen. Es gab keine Verletzungen. Diese Berichte kamen Stunden, nachdem hochentwickelte Zentrifugen zur Anreicherung von Uran betrieben wurden.

Das derzeit verwendete neue Zentrifugenmodell heißt IR-9 und kann Uranisotope schneller trennen als derzeitige Zentrifugen. Infolgedessen kann Uran schneller als jetzt angereichert werden.

Neues Atomabkommen

Das Timing ist verblüffend: Der Iran führt seit mehreren Wochen Gespräche mit China, Russland, Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich über ein neues Atomabkommen. 2015 wurde mit dem Iran ein internationales Abkommen über die Atomprojekte dieses Landes geschlossen. Im Jahr 2018 zog sich der frühere Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, aus dem Abkommen zurück und kündigte neue Sanktionen gegen den Iran an. Seitdem fühlt sich der Iran nicht mehr verpflichtet, diese Vereinbarungen einzuhalten.

Es ist nicht klar, inwieweit den Vereinigten Staaten der Angriff auf das Kernkraftwerk Natanz im Voraus bekannt war. Der Angriff fand am selben Tag statt, an dem der US-Verteidigungsminister Lloyd J. Austin III, Besuch in Israel. Dieses Land hat bisher nicht verborgen, dass es die Pläne von US-Präsident Joe Biden zur Wiederbelebung des Atomvertrags nicht unterstützt.

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Der Iran hat jetzt zehnmal so viel Uran angereichert, wie zulässig ist. Seit Januar hat der Iran auch begonnen, Uran anzureichern Zu 20 Prozent Reinheit. Der Staat sagt, diese Entwicklungen seien nicht für militärische Zwecke.

Uran muss einem Prozess unterzogen werden, der es für Kernenergie oder Atomwaffen geeignet macht. Eine Urananreicherung von bis zu 20 Prozent reicht für Atomwaffen im Allgemeinen nicht aus. Für die Kernenergie können 3% ausreichen.

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