Deutsche Untersuchung möglicher Wettbewerbsverzerrungen bei Amazon

Der deutsche Kartellwächter hat eine Untersuchung zu “wettbewerbswidrigen Praktiken” der Online-Shop-Gruppe Amazon eingeleitet. Auf diese Weise wendet das Bundeskartellamt ein neues Gesetz an, das der Regulierungsbehörde mehr Befugnisse für den Umgang mit großen Technologieunternehmen gibt.

Laut dem Präsidenten der Wettbewerbsbehörde, Andreas Mundt, muss zunächst bekannt sein, wie genau Amazon seine Online-Marktplätze und seine zahlreichen digitalen Angebote kontrolliert. Wenn es eine “unbestreitbare wirtschaftliche beherrschende Stellung” gibt, kann manchmal der Wettbewerb auf dem Spiel stehen.

Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn Amazon seine eigenen Dienste gegenüber anderen Verkäufern auf den Plattformen bevorzugt oder einige andere Parteien durch seine Richtlinien ausschließt. Mundt fügte hinzu, dass die Regulierungsbehörde nach dem neuen Gesetz “frühzeitig gegen die wettbewerbswidrigen Praktiken von Amazon vorgehen und diese verbieten könnte”.

Dies ist nicht das erste Mal, dass das Bundeskartellamt das im Januar in Kraft getretene neue Gesetz anwendet. Die Regulierungsbehörde prüft auch, was die neuen Bestimmungen für Facebook bedeuten, das wie Amazon eine starke Position zu haben scheint und somit einen gewissen Wettbewerb gefährden könnte.

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