Die baltischen Staaten weisen russische Diplomaten aus – Wel.nl.

Vilnius (ANP / RTR) – Litauen, Lettland und Estland haben insgesamt vier russische Diplomaten als Beweis für die Solidarität mit der Tschechischen Republik ernannt. Die Prager Regierung hat letzte Woche 18 russische Diplomaten entlassen, nachdem 2014 angeblich zwei russische Spione hinter einer tödlichen Explosion in einem Munitionsdepot gestanden hatten.

Dann forderte die Tschechische Republik andere EU-Länder auf, diesem Beispiel zu folgen. Die benachbarte Slowakei reagierte am Donnerstag mit der Ausweisung von drei russischen Diplomaten. Der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis kündigte am Freitag die Reaktion der drei baltischen Staaten an. Er sprach von einem “beispiellosen und gefährlichen Unfall”. Litauen schickt zwei Russen weg, während die beiden anderen baltischen Staaten jeweils einen schicken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Donnerstag in einem Telefongespräch mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis, sie sei solidarisch mit Prag, habe aber keine Maßnahmen angekündigt. Die Europäische Union und die NATO haben ebenfalls ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht.

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Russland hat bereits zwanzig Tschechen und drei Slowaken als Antwort abgelehnt, aber die diplomatische Auseinandersetzung ist noch lange nicht vorbei. Außenminister Jakob Kulhanek fordert, dass die Zahl der Arbeiter in der russischen Botschaft in Prag der Zahl der Tschechen in der Botschaft in Moskau bis Ende Mai entspricht, die jetzt etwa 25 beträgt. Russland hat etwa hundert diplomatische Angestellte. 75 von ihnen müssen in Prag nach Hause zurückkehren.

Seit einer Woche sucht die tschechische Polizei nach zwei Russen mit mehreren Pässen. Zusätzlich zu ihrer Beteiligung an der Explosion wurden der ehemalige russische Spion Sergei Skripal und seine Tochter Yulia auch in England vergiftet. Russland bestreitet jegliche Verbindung zur Explosion und beschreibt die tschechischen Anschuldigungen als “provokativ und unfreundlich”. Das Außenministerium hat bereits angekündigt, dass eine “angemessene Antwort” folgen wird.

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