Die Europäische Union sollte den Abbau von Rohstoffen am Meeresboden vorübergehend verbieten

Die Europäische Union sollte die Gewinnung von Rohstoffen aus dem Meeresboden vorübergehend verbieten, bis mehr Klarheit über die Auswirkungen auf Umwelt und Ökosysteme besteht. Das fordert das Europäische Parlament.

Sogenannte Manganknollen findet man auf dem Tiefseeboden, insbesondere im Bereich zwischen Hawaii und Mexiko in Tiefen von 4-6 km. Diese Manganknollen enthalten wichtige und relativ seltene Metalle wie Kobalt, Kupfer und Nickel, die beispielsweise in Elektrofahrzeugen und anderen nachhaltigen Technologien weit verbreitet sind.

Umweltorganisationen wie Greenpeace warnen seit einiger Zeit vor den schädlichen Auswirkungen des Manganknollenabbaus auf Meeresbodenökosysteme wie Korallen und Schwämme. Langzeitschäden sind zu befürchten. Das Europäische Parlament stellt nun fest, dass zunächst zusätzliche Forschung zu den Auswirkungen auf die Biodiversität durchgeführt werden muss und wie diese sicher angegangen werden können.

Im April wurde bekannt, dass Deutschland auf diesem Gebiet im Pazifik forschen wird. Mit Hilfe eines speziellen Gerätes werden Manganknollen sozusagen aus dem Meeresboden gesaugt. Deutschland hat dafür Genehmigungen von einer Organisation der Vereinten Nationen erhalten. Deutschland ist stark von ausländischen Importen dieser Mineralien abhängig und kann so seine Versorgung langfristig sichern.

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