Die Lufthansa will in Deutschland weitere 10.000 Stellen abbauen

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa will weitere 10.000 Vollzeitstellen in Deutschland streichen oder umgerechnet Personalkosten sparen. Finanzdirektor Remco Steinbergen sagte dies bei der Präsentation der Quartalszahlen am Donnerstag.

Lufthansa setzt unter anderem auf freiwillige Abgänge und Teilzeitjobs, bereitet sich aber auch auf Entlassungen vor. Die Gespräche mit den Gewerkschaften dauern an.

Globale Fluggesellschaften sind in den letzten Monaten zurückgegangen, um die Koronakrise zu bewältigen. Die Lufthansa-Gruppe beschäftigte Ende März 111.262 Mitarbeiter, was einem Rückgang von 25.000 (oder 19 Prozent) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Vollzeitgleichgewicht enthüllt, fiel es von 24.000 Einheiten auf 93.500. Ein wesentlicher Teil davon entfällt auf den Verkauf des europäischen Geschäfts der LSG-Catering-Tochter an die Schweizer Gruppe.

In Deutschland sind bisher 8.000 Vollzeitäquivalente verschwunden, jetzt sind es etwas mehr als 52.000. Also sollten weitere 10.000 hinzugefügt werden. Außerhalb Deutschlands sei das Ziel bereits erreicht worden, hieß es am Donnerstag. Dort gingen in einem Jahr 16.000 Vollzeitäquivalente verloren (57.000 bis 41.000).

Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines wurde im vergangenen Jahr ebenfalls gestrichen. Ende März arbeiteten dort noch 3.065 Menschen, gegenüber 3.770 Ende März letzten Jahres. Das sind 19 Prozent weniger.

Das Lufthansa-Team war etwas skeptisch gegenüber der Wiederbelebung des Flugverkehrs am Donnerstag. Für das gesamte Jahr erwartet die Gruppe einen durchschnittlichen Beitrag von „fast 40 Prozent“ zur Korona. Bisher war er zu 40 bis 50 Prozent ansässig.

READ  Deutschland und Belgien passen Reisehinweise für Teile Spaniens an

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.