Diplomatischer Angriff: Kaag plant Reisen nach Pakistan, Türkei und Katar | Politik

VideoDas Kabinett startet eine diplomatische Offensive, um die in Afghanistan zurückgebliebenen niederländischen und afghanischen Helfer zu vertreiben. Neben Deutschland, Großbritannien und Frankreich steige der Druck auf “mehrere Länder der Region”, etwa Menschen, die es schaffen, auf dem Landweg aus Afghanistan herauszukommen.


Hanneke Keultjes


Letzte Aktualisierung:
09:31




Die Vereinigten Staaten berichteten gestern Abend in Gemeinsame Verlautbarung Hundert Länder, darunter die Niederlande, haben von den Taliban Versprechen, dass Ausländer und Afghanen auf Evakuierungslisten das Land verlassen dürfen.

Die scheidende Staatssekretärin Sigrid Kaag reist diese Woche in mehrere Länder der Region. Sein Sprecher kann nicht sagen, welche Länder er ist und mit wem er sprechen wird.

Laut informierten Quellen wird Kaj zumindest die Nachbarländer Pakistan, die Türkei und Katar besuchen. Die Taliban haben ein Büro in diesem Golfland. Die Länder, die Kontakte zum Regime haben, führen Gespräche in der katarischen Hauptstadt Doha. Es ist nicht bekannt, ob Kags geplanter Besuch im Land bedeutet, dass sie mit den Taliban sprechen wird.

Ausscheidende Staatssekretärin Sigrid Kaag.
Ausscheidende Staatssekretärin Sigrid Kaag. © ANP / Bart Maat

Flughafen

Kag will in die Türkei reisen, weil dieses Land eine wichtige Rolle bei der Wiedereröffnung des Flughafens in Kabul spielen wird. Die Taliban haben die Türken um technische Hilfe gebeten, und die Türkei wird dazu bereit sein. Pakistan ist ein logisches Ziel: In den vergangenen Wochen sind Militärflüge der Verteidigung aus Kabul in Islamabad gelandet. Die pakistanische Hauptstadt liegt 500 Kilometer von Kabul entfernt.

„Hinter den Kulissen wird alles getan, um die Leute rauszuholen“, sagte eine Quelle. Dabei werden „alle Optionen“ berücksichtigt, wie etwa Räumungen auf dem Landweg. In ihren Diskussionen könnte Kaag dafür plädieren, Personen, die noch auf der niederländischen Evakuierungsliste stehen und die Grenze erreichen, Einreise und Visa zu gewähren. Der deutsche Amtskollege Hino Maas führt jedenfalls ähnliche Diskussionen.

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Rota für Macron

Auch der scheidende Premierminister Mark Rutte stehe zu Afghanistan “in ständigem Kontakt mit Regierungschefs”. Er reist am Dienstag nach Paris, um mit Präsident Emmanuel Macron zu sprechen. Rutte rief am Samstag Bundeskanzlerin Angela Merkel an und hatte zuvor mit dem britischen Premierminister Boris Johnson telefoniert.

Ziel dieser Gespräche sei es, so schnell wie möglich “auf die eine oder andere Weise” in Kabul zu vertreten. Dabei wollen die europäischen Verbündeten „zusammen arbeiten“. Nach der Abreise des niederländischen Botschaftsteams am Donnerstagabend wird es in der afghanischen Hauptstadt keine diplomatischen Posten mehr geben.

In den letzten Wochen haben die Niederlande 2.500 Menschen aus Afghanistan evakuiert, von denen 1.600 einen niederländischen Pass hatten oder die Niederlande ihr endgültiges Ziel waren. Andere reisten in andere Länder. Zuvor hatte die Regierung auch angekündigt, zu untersuchen, ob Private Sicherheitsunternehmen in Afghanistan Es kann helfen, zurückgelassene niederländische Staatsbürger zu evakuieren.

Sehen Sie sich unsere Videos zur Situation in Afghanistan in der folgenden Playlist an:


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