Dutzende in Pakistan wegen Zerstörung des Hindu-Tempels festgenommen

In Pakistan sind 50 Menschen wegen der Zerstörung eines hinduistischen Tempels festgenommen worden. Die Polizei sucht nach etwa hundert weiteren Verdächtigen, schreibt die Associated Press auf Basis lokaler Behörden.

Der Angriff ereignete sich am Mittwoch in der östlichen Stadt Bhong, nachdem ein Richter einen 8-jährigen Hindu-Jungen wegen angeblicher Verletzung der Heiligkeit einer islamischen Schule gegen Kaution freigelassen hatte. Der kleine Junge in der Schulbibliothek, wo es viele religiöse Bücher gibt, uriniert auf einen Teppich. Blasphemie kann in Pakistan zur Todesstrafe führen.

Der Premier verurteilt den Angriff

Die aufgebrachte Menge ging nach der Freilassung des Jungen zum Tempel und zerstörte dort unter anderem die Statuen. Auch die Haustür wurde angezündet.

Premierminister Khan verurteilt den Angriff Über Twitter. Er versprach, den Tempel zu restaurieren und wegen möglicher Vernachlässigung gegen die Polizei vorzugehen, um der Menge mehr Zeit zu geben, das Gebäude zu beschädigen.

Hindus, die in Pakistan eine Minderheit sind, leben mit der muslimischen Mehrheit des Landes weitgehend in Frieden. Die Zahl der Angriffe auf hinduistische Tempel nimmt jedoch zu. Ende letzten Jahres hat ein Mob im Nordwesten Pakistans einen weiteren Tempel niedergebrannt. Dies führte zu Protesten der Hindu-Gemeinde.

Die meisten Hindus in Pakistan wanderten 1947 nach Indien aus, als Britisch-Indien in Indien und später Pakistan aufgeteilt wurde.

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