Ecuador entzieht Julian Assange die Staatsbürgerschaft

Ecuador hat Julian Assange die Staatsbürgerschaft entzogen und behauptet, er habe sie illegal erworben. Das ecuadorianische Justizministerium hat den Gründer der WikiLeaks-Website offiziell benachrichtigt, berichtete Associated Press am Mittwoch. Assange sitzt derzeit in einem britischen Gefängnis, wo er gegen die Auslieferung an die USA kämpft. Dort wird dem in Australien geborenen Journalisten unter anderem Spionage vorgeworfen, um über WikiLeaks militärische und diplomatische Dokumente durchsickern zu lassen.

Nach Angaben des ecuadorianischen Außenministeriums enthielt Assanges Einbürgerungsantrag viele Ungereimtheiten. Es wurden auch mehrere Unterschriften gemeldet und er könnte eine Fälschung begangen haben. Sein Anwalt Carlos Boveda sagte der Associated Press, er habe um Aufklärung gebeten. Assange hätte kein faires Verfahren gehabt und durfte sich nicht verteidigen.

Assange überlebte zwischen 2012 und 2019 Versteck in der ecuadorianischen Botschaft in London Um eine Auslieferung an Schweden zu vermeiden. Das wurde ihm damals vorgeworfen Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe. Schweden könnte ihn auch an die USA ausliefern, die ihn wegen Spionage und Versuch, sich in die Computersysteme des Pentagon einzuloggen, vor Gericht stellen wollen.

Auslieferung

Im Jahr 2018 wurde Assange im Rahmen eines Plans, ihn zum Diplomaten zu ernennen, die ecuadorianische Staatsbürgerschaft verliehen. Auf diese Weise hoffte Assange, diplomatische Immunität zu erlangen und so einer Verhaftung durch die britischen Behörden zu entgehen. Er wurde jedoch im April 2019 festgenommen Wegen eines früheren Falls, in dem er sich nicht an die Regeln seiner Freilassung gegen Kaution gehalten hat. Seitdem wird er im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London festgehalten.

Obwohl die Ermittlungen der schwedischen Staatsanwaltschaft im November 2019 wegen langer Zeit eingestellt wurden, droht Assange noch immer die Auslieferung an die USA. Anfang dieses Monats hat der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs der US-Regierung die Zulassung zur Berufung gewährt vorherige Aussage Assange kann wegen Spionagevorwürfen nicht ausgeliefert werden.

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