Ein 95-jähriger Nazi-Lagerwächter wurde aus den USA nach Deutschland versetzt

Ein ehemaliger deutscher KZ-Wachmann wurde nach mehr als 60 Jahren in den USA nach Deutschland versetzt. Der 95-jährige Deutsche Friedrich Karl Berger war 1945 Lagerwächter im Außenlager des Konzentrationslagers Neuengame südöstlich von Hamburg.

Laut Generalstaatsanwalt Wilkinson zeigt die Deportation, dass die Vereinigten Staaten kein Freihafen für diejenigen sind, die an NS-Verbrechen und anderen Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind. “Dieser Fall zeigt, dass wir uns auch nach mehreren Jahrzehnten nicht schämen, Gerechtigkeit für die Opfer der Nazis zu suchen.”

‘Keine Fehler’

Berger lebt seit 1959 in den USA. Das US-Justizministerium untersuchte seine Rolle und versicherte den US-Behörden, dass er am Ende des Zweiten Weltkriegs mehrere Wochen im Außenlager in Meppen nahe der Grenze zu den Niederlanden gearbeitet habe. Wie er es ausdrückte, hatte er zu diesem Zeitpunkt nichts Falsches gesehen oder getötet.

Berger sagte, er habe dafür gesorgt, dass die Leute nicht aus dem Lager weglaufen. Er gab auch zu, dass er 1945 an der Evakuierung des Lagers beteiligt war. Mindestens 70 Gefangene wurden getötet.

Fast 106.000 Menschen wurden in Nwingamy inhaftiert. Ungefähr 55.000 Gefangene überlebten die Residenz nicht. Mehr als 5.500 Niederländer wurden in das Lager Nwengami deportiert. Nur 600 von ihnen kehrten nach dem Krieg zurück.

Ein US-Gericht entschied letztes Jahr, dass Berger abgeschoben werden sollte, nachdem in der deutschen Stadt Cell Ermittlungen wegen seiner Beteiligung an der Ermordung von Insassen im Außenlager eingeleitet worden waren. Im vergangenen Dezember haben Staatsanwälte in Deutschland das Verfahren gegen ihn eingestellt, weil sie nicht genügend Beweise hatten, um Bergers Geschichte zu widerlegen.

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Freier Mann in Deutschland

Die deutsche Staatsanwaltschaft forderte die hessische Staatspolizei auf, Berger nach ihrer Ankunft am Frankfurter Flughafen zu befragen. Dies muss freiwillig geschehen: Ein Polizeisprecher sagt, dass derzeit keine Ermittlungen gegen den ehemaligen Lagerwächter eingeleitet wurden und dass er “eine freie Person” ist.

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