Es wird heißer in Deutschland: Die SPD von Olaf Schulz wird immer beliebter

Etwas mehr als einen Monat später können die Deutschen ein neues Parlament wählen. Angela Merkel ist nach sechzehn Jahren aus der Politik ausgetreten, eine neue Kanzlerin wird es also sowieso geben.

Die Kampagne ist beispiellos spannend: Während es vor einem Monat so aussah, als sei der Wettlauf zwischen CDU/CSU und den Grünen vorbei, holten die Sozialdemokraten von Olaf Schulz für ein, zwei Wochen auf.

Heute liegt die SPD erstmals seit 15 Jahren in Umfragen über der CDU/CSU. Hier finden Sie eine Datei Neueste Umfragen In der Klasse.

historisch schlecht

Die Christdemokraten befinden sich in einer historisch schlechten Position. In Umfragen rutschen sie immer weiter in Richtung der 20-Prozent-Marke. In der jüngsten Umfrage von Forsa erhielten sie 22 Prozent der Stimmen, das niedrigste Ergebnis aller Zeiten. Die Partei ist sehr besorgt, denn wenn die Wahlen so ausgehen, kann es auch sein, dass die Regierungen ohne die Christdemokraten auskommen.

Der bayerische Schwesternparteichef Markus Söder schimpfte kürzlich: “Ich fühle mich überhaupt nicht in der Opposition.” Anfang dieses Jahres lieferte er sich mit Parteichef Armin Laschet einen erbitterten Kampf um die Führung.

Laschets Unbeliebtheit gilt als einer der Hauptgründe für das schwache Abschneiden der CDU. Die Wähler haben ihn nie gemocht, sie finden ihn farblos, planlos und uncharismatisch. das Fataler Fehler Ein Besuch im Überschwemmungsgebiet trübte das Image zusätzlich.

Laschet ist auch Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, das in diesem Sommer von den Überschwemmungen schwer getroffen wurde. Während einer Fernsehansprache an Präsident Steinmeier scherzte Laschet mit Helfern im Hintergrund. Dies stieß auf viel Kritik.

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unbeholfene Ausrutscher

Auch auf den Grüns läuft es nicht rund. Parteichefin Annalina Barbock wurde dabei erwischt, wie sie ihre Autobiografie “verschönert” und Teile des Textes ohne Quellenangabe in ihrem Buch “Jetzt” transkribierte. Sie machte ein paar unbeholfene Versprecher und schien sich daher die ganze Zeit entschuldigen zu müssen.

Barbocks Fehler bestärken das Bild, das ihre Rivalen ihr malen wollen: dass Barbock, die 40 Jahre alt ist und keine Führungserfahrung hat, nicht bereit für die Bundeskanzlerin ist. Die Grünen rutschten in den Meinungsumfragen auf den dritten Platz ab.

Wohltäter dieses fatalen Fehlers ist SPD-Chef Olaf Schulz. In Umfragen gilt er längst als der geeignetste Berater der drei. Viele sehen in ihm den Politiker, mit dem Deutschland “wie es ist” bleiben könnte, den Politiker, der Merkel mehr ähnelt als dem Kandidaten ihrer Partei, Laschet.

Schulz hat noch keine großen Ausrutscher gemacht, aber er hat sich auch von einem kritischen Scheideweg für die Medien ferngehalten. Wer weiß, Kritik an seiner Leistung als Finanzminister in den Wirecard- und CumEx-Skandalen könnte noch kommen. Auch als Hamburger Oberbürgermeister machte er während der G-20 keinen guten Eindruck, als Linksextremisten eine Spur der Verwüstung quer durch die Stadt hinterließen.

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