Evakuierungen aus Afghanistan werden unmöglich, aber “Gespräche mit den Taliban”

Der ehemalige hochrangige Diplomat Ed Cronenberg sagte in der Sendung, es gebe keine andere Möglichkeit, als Gespräche mit den Taliban aufzunehmen Nachrichten & Co. Auf NPO Radio 1: “Die Niederlande sind natürlich nicht die einzigen mit diesem Problem, viele Länder waren dort aktiv.”

Er fordert deshalb eine EU-Mission in Afghanistan mit den wichtigsten Vertretern: “Denken Sie an Präsident Charles Michel vom Europäischen Rat, Präsidentin Ursula von der Leyen von der Europäischen Kommission und den Hohen Vertreter für auswärtige Angelegenheiten Josep Borrell.” Im Moment sucht die Regierung danach in einem kleineren Kontext. Der scheidende Minister Kaag sagt, dass die Niederlande mit Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich zusammenarbeiten.

Entwicklungshilfe

Doch Europa habe einen Trumpf, der die Taliban verhandlungsbereit machen könnte, sagt Cronenberg: “Die EU hat bereits knapp 4 Milliarden Euro an Entwicklungsgeldern in Afghanistan bereitgestellt und die Programme laufen noch.” Afghanistan sei noch immer ein sehr armes Land, “daher haben wohl auch die Taliban ein Interesse daran, diese Programme fortzusetzen.” Cronenburg räumt jedoch ein, dass die Taliban die Mutterpartei in den Gesprächen sind: “Sie werden Forderungen stellen können.”

Ein weiteres Problem ist, dass Botschaftsmitarbeiter aus vielen Ländern abgereist sind. Kronenburg: “Man muss Leute vor Ort haben, um einige Formalitäten zu erledigen. Manche Leute brauchen vielleicht Papiere, um das Land zu verlassen.” Dazu bedarf es keiner voll funktionsfähigen Botschaft, sagt der ehemalige Diplomat: “Es gibt immer noch eine türkische Botschaft, Pakistan ist natürlich da und Katar. Es gibt Optionen für sie, diese Botschaften zu durchlaufen. Oder mit deren Hilfe.” …”

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So reagierte Ministerpräsident Rutte auf den Stopp der Evakuierungen:

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