Flut überrascht deutsche Pflegeheimbewohner: 12 Schwerbehinderte ertrinken | Flut

Ein Sprecher sagte gegenüber deutschen Medien, dass sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag das Erdgeschoss der Einrichtung in Senzig so schnell und mit solcher Wucht mit Wasser gefüllt habe, dass für die zwölf Bewohner keine Chance mehr bestand. Der Nachtwächter, der sich in einem Gebäude neben dem Pflegeheim aufhielt, wollte auf Wunsch der Feuerwehr zur betroffenen Abteilung fahren, um die Zwölf zu evakuieren, wurde aber auch von der Flutwelle überrascht. Er konnte nicht entkommen und konnte nicht helfen. “Die Mitarbeiter sind unendlich schockiert, fassungslos und traurig”, sagte der Sprecher.

23 Bewohner des Erdgeschosses des Pflegeheims wurden stundenlang eingesperrt. Seitdem sind sie von ihrer Tortur befreit. Einige von ihnen wohnen bei Verwandten, der Rest in einem leeren Hotel.

Und im Kreis Arweiler wurden am Donnerstag noch 1.300 Menschen vermisst, weil sie nicht zu erreichen waren. Das Mobilfunknetz ist ausgefallen und viele haben ihr Zuhause eilig verlassen. Innenminister Roger Leontz sprach am Freitagmorgen von “etwa 100 Vermissten”.

Die Zahl der Todesopfer durch die Fluten sei inzwischen auf 63 gestiegen, sagte Ministerpräsidentin Malo Dreyer am frühen Nachmittag in Rheinland-Pfalz, sie befürchte weitere Tote. Im stark betroffenen Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt der Zähler bei mindestens 43.

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