Frankreich fordert höheren Steuersatz beim G20-Gipfel

Frankreich will für Unternehmen weltweit einen höheren Mindeststeuersatz als den bisher vorgeschlagenen Mindeststeuersatz von 15 Prozent. Dies sagte der französische Finanzminister Bruno Le Maire während des G20-Gipfels, der derzeit im italienischen Venedig stattfindet. Le Maire drückte auch seine Zuversicht aus, an der Spitze der großen Handelsnationen der Welt ein Steuerabkommen zu erzielen.

Le Maire sagte, er sei “sehr zuversichtlich”, dass ein “wegweisendes” Abkommen zur internationalen Besteuerung erreicht werden könnte. “Frankreich setzt auf eine höhere Quote von mehr als 15 Prozent”, sagte Le Maire.

Zuvor hatten die G7-Finanzminister (Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Deutschland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten) eine breite historische Einigung über einen Mindestsatz der Körperschaftsteuer erzielt. Dazu gehört auch, dass die Gewinne großer Konzerne in den Ländern, in denen sie gemacht werden, zusätzlich besteuert werden können.

Steuerplan

Ob die G20-Staaten, darunter Russland und China, zustimmen werden, ist noch nicht klar. Die Verhandlungen werden voraussichtlich bis zum Sommer andauern und eine endgültige Entscheidung wird nicht vor Oktober erwartet. Peking zum Beispiel will sich um die Wünsche und Befürchtungen aller Parteien kümmern. Die USA wollen keine Sonderbehandlung für China oder andere Länder. Dies kann den Steuerplan schwächen. Es wird auch noch darüber gesprochen, wie und wann Staaten nach Abschluss des Abkommens digitale Steuern abziehen werden.

Der Steuerplan wurde bereits von 130 der 139 Länder unterstützt, die die Pläne mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) diskutiert haben. Die Niederlande waren einer dieser Unterzeichner. “Die Niederlande sind ein starker Befürworter des globalen Mindestsatzes. Es müssen internationale Schritte unternommen werden, um Steuerhinterziehung zu verhindern und den Wettlauf nach unten zu stoppen. Früher das G7-Abkommen, dann die OECD und jetzt hoffen wir, dass die G20 eine wichtige Rolle spielen werden.” Rolle spielen“, sagte Finanzminister Wopke. Hoekstra, der auch im Namen der Niederlande am Gipfel teilnahm Die Niederlande sind kein offizielles Mitglied der G20, aber die Europäische Union ist Mitglied.

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Auf die G20-Staaten entfallen rund 80 Prozent des Welthandels.

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