Fünf Jahre nach dem gescheiterten Putsch: Wir müssen die Türkei wieder zu einer Demokratie machen

Die türkische Regierung hat Fethullah Gülen umgehend für den gescheiterten Putsch verantwortlich gemacht. Der islamistische Prediger, mit dem Erdogan 2013 in Konflikt geriet, befand sich im amerikanischen Exil. Erdogan startete eine Fahndung nach Gülenisten, einer großen Bewegung von Menschen, die Gülens Ideologie anhängen. Zehntausende Personen, die mit der Bewegung in Verbindung stehen, darunter Richter und Lehrer, wurden festgenommen.

Unterdrückung

Menschenrechtsgruppen und andere Kritiker der Regierung Erdogan sagen, dies habe zu einer Periode der Repression geführt. Vor allem nach der Einführung des Präsidialsystems, ein Jahr nach dem Putschversuch, ging die Demokratie in der Türkei zurück. Erdogan gewinnt mehr Macht als je zuvor. Nicht nur Gülenisten wurden gejagt, auch andere Kritiker hatten schwere Zeiten, wie linke Aktivisten, kurdische Journalisten und Politiker.

Fünf Jahre später werden immer noch Menschen wegen des Verdachts auf Verbindungen zur Gülen-Bewegung festgenommen. Aber es gibt auch noch viele anonyme Informationen über die Ereignisse in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016. Die unabhängige Untersuchung, die die Opposition immer noch fordert, steht noch aus.

Es ließ Raum für allerlei Spekulationen. Einigen zufolge waren die Pläne für den Putsch der Regierung bereits im Voraus bekannt, andere behaupten, er sei komplett orchestriert worden. Kritik gab es auch an der internationalen Gemeinschaft, die viele Türken nicht ernst genug nehmen.

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