Glücklicher als ein Ton im Kopf: Die Forschung zeigt, wie es geht

Eric Scherder, Professor für Klinische Neuropsychologie, bezeichnete die Forschung als “besondere Entdeckung”.EO . Bild

Es ist wie in dem alten Kinderlied: “Wache mit einer Melodie in deinem Kopf auf: Es ist nur ein Wunder, es ist nur Glück.” Wenn wir Musik hören, wird das Belohnungssystem in unserem Gehirn stimuliert, was letztendlich zu einem angenehmen Gefühl führt. Studie diese Woche in einer Fachzeitschrift veröffentlicht Neurowissenschaftliches Journal Es hat sich nun gezeigt, dass unser Gehirn uns diese Belohnung auch gibt, wenn wir ein Lied in unserem Kopf hören.

sagt Erik Scherder, Professor für Klinische Neuropsychologie an der VU und nicht wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Neuropsychologen hörten vier Bach-Melodien und zeichneten ihre Gehirnaktivität auf. Es folgte eine Runde stiller Messungen, bei denen die Teilnehmer aufgefordert wurden, sich die gleiche Musik vorzustellen. Als die Forscher die Messungen nebeneinander legten, sahen sie identisch aus.

Tippspiel

“Eine besondere Entdeckung”, sagt Professor Scherder. Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte Bereiche des Gehirns aktiviert werden, wenn Menschen ein Lied in ihrem Kopf hören, das den Bereichen entspricht, die beim Hören von Live-Musik beteiligt sind. Wenn wir Musik hören, versucht dieser Bereich des Gehirns vorherzusagen, was die Melodie bewirken wird: Wird es eine hohe Tonlage oder vielleicht eine Beschleunigung geben? Bemerkenswerterweise ist es dieser Vorhersagemechanismus, der das Belohnungssystem des Gehirns aktiviert, als ob unser Gehirn der Musik voraus wäre. Dabei ist es egal, ob die Vorhersage richtig ist (ein richtig hoher Ton) oder falsch (es gibt sowieso keine Beschleunigung): Das Gehirn liebt Affirmationen ebenso wie Überraschungen.

Es stellt sich heraus, dass das vom Gehirn gespielte Tippspiel genauso funktioniert, wie wir uns Musik vorstellen. Wohl mit dem gleichen Ergebnis schrieben die Forscher: angenehmes Gefühl. Die Frage ist, ob jeder Musikliebhaber gleichermaßen von den Songs im Kopf profitieren kann. An der Studie nahmen nur Berufsmusiker teil, die Bachs Kompositionen einwandfrei spielen und singen konnten. Sie seien also erfahrene Zuhörer, sagt Scherder, und unser musikalisches Gehirn könne sich einfach nicht mit dem eines normalen Menschen messen.

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