Große Unterschiede im Besitz von landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland

Handelskonzerne kontrollieren 11 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland. Ostdeutschland hat mehr Regionen und Unternehmen als Westdeutschland.

Wessen Ackerland? Diese neue, aber immer wichtiger werdende Frage hat das Statistische Bundesamt im Rahmen der Agrarzählung Testatis 2020 beantwortet. Dies zeigt, dass ein Drittel (36 Prozent) der landwirtschaftlichen Tätigkeiten im ländlichen Raum Teil einer Gruppe in Form einer juristischen Person oder eines Personengesellschaftsrechts ist.

Untersucht wurde das Verhältnis zwischen einer Gruppe aller Unternehmen mit der Rechtsform einer juristischen Person oder Personengesellschaft. Bei der Landwirtschaftszählung 2020 waren es weniger als 4 Prozent der insgesamt 262.800 Unternehmen. Das sind etwa 10.200 Unternehmen. Beide bewirtschaften zusammen rund 3,63 Millionen Hektar, das sind 22 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland.

Von den Unternehmen mit der Rechtsform juristische Person oder Personengesellschaft gehörten 3.700 Unternehmen (36 Prozent) einem Konzern an, der insgesamt 1,84 Millionen Hektar Ackerland besaß. Die Betriebe von Handelskonzernen beschäftigten mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche von juristischen Personen und Kapitalgesellschaften und machen damit mehr als 11 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland aus.

Ost- und Westdeutschland

Generell besteht ein deutlicher Unterschied in der Präsenz von Handelsgruppen in der Landwirtschaft zwischen west- und ostdeutschen Ländern. Weniger als 26 Prozent der Anwaltskanzleien und Unternehmen im Westen sind im Besitz einer Gruppe, verglichen mit 48 Prozent im Osten.

Der Anteil der von Konzernen kontrollierten Gebiete verteilte sich gleichmäßig auf die Gesamtfläche dieser Kanzleien: 31 Prozent im Westen und 53 Prozent im Osten.

Diese Zahlen repräsentieren die unterschiedlichen Strukturen und Anteile der Betriebe in Ost und West. Ein Betrieb im Westen verfügte über durchschnittlich 47 Hektar Ackerland, im Osten durchschnittlich 221 Hektar. Noch größer sind die Unterschiede bei Anwaltskanzleien oder Konzernen mit 68 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche im Westen und 669 Hektar im Osten.

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