Grünes Licht zum Bau eines Riesenteleskops mit Hilfe von ASTRON

Der Startschuss für den Bau des größten Radioteleskops der Welt fiel. Zwei Quadratkilometer große Teleskope (SKA) werden Australien und Südafrika erreichen. Dieses Radioteleskop besteht aus Tausenden von miteinander verbundenen Empfängern und bildet somit zusammen ein großes Radioteleskop mit einer Empfangsfläche von 1 Quadratkilometer.

Die Empfänger des Teleskops sind in fünf Spiralarmen angeordnet, die sich mindestens 3.000 km von einem zentralen Kern aus erstrecken. Die beiden Teleskope werden derzeit als SKA-Low und SKA-Mid bezeichnet. In Südafrika kommt das Teleskop, das auf hohe und mittlere Frequenzen fokussiert. Das australische Teleskop konzentriert sich auf die unteren Frequenzen.

2 Milliarden Euro

Mehr als siebzig Institute, darunter auch ASTRON in Dwingeloo, sind am Aufbau von SKA beteiligt. Insgesamt arbeiten mehr als 500 Menschen aus zwanzig verschiedenen Ländern an dem Projekt.

Das Projekt befindet sich seit sieben Jahren in der Entwicklung und wird im Zeitraum 2021-2030 rund zwei Milliarden Euro kosten. Die Niederlande tragen in diesem Zeitraum rund 39 Millionen Euro bei. Dieses Geld kommt vom Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft und von Astron.

Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen und bis 2028 dauern. Bis dahin müssen die Wissenschaftler aber nicht warten, denn sie können schon messen, wenn einige Teleskope bereits aufgestellt sind. Die Teleskope sollen mindestens fünfzig Jahre halten.

Tests

Laut Astron soll SKA fünf Fragen beantworten.

Wie sind Galaxien entstanden und was ist dunkle Energie?

– Sind wir allein im Universum?

Wie sind Schwarze Löcher und die ersten Sterne entstanden?

– Was verursacht Magnetfelder im Universum?

Hatte Einstein Recht mit der Natur der Schwerkraft?

READ  Der schwächste Golfstrom seit 1000 Jahren, "aber nicht übermorgen".

Laut Astron könnte das SKA-Projekt mit LOFAR koexistieren. Obwohl SKA empfindlicher ist, hat LOFAR eine höhere Bildauflösung. Dies liegt daran, dass die Antennenstationen über eine größere Fläche verstreut sind. LOFAR schaut auch weiter nördlich als SKA.

LOFAR ist ein Radioteleskop, das aus Tausenden von Radioantennen besteht. Der Schwerpunkt liegt zwischen Exloo und Buinen. LOFAR verfügt über Funkantennen in Deutschland, Frankreich, Schweden und Großbritannien.

Lesen Sie auch:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.