Hat mit der Müllabfuhr in den Niederlanden, Belgien und Deutschland begonnen

Die Wasserstände in Flüssen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland gehen wieder zurück. Doch die Flutkatastrophe ist noch nicht vorbei. Dieses Wasser verursachte vielerorts große Zerstörung und Verwüstung. Wie groß ist der Schaden und wie sieht er jetzt aus?

Niederlande

Das Wasser in großen Flüssen nimmt ab, aber die Schäden nehmen weiter zu. So sagte der Bürgermeister der Stadt Walkenberg im Süden der Provinz, in seiner Stadt könne es zu Schäden in Millionenhöhe kommen. Versicherer erhielten Tausende von Meldungen. Manche Leute laufen vor allem weg, weil alles zerstört ist. So bekommen sie etwas Geld, um Notfallartikel wie Bett und Kühlschrank zu kaufen.

Die meisten Menschen, die ihr Zuhause verlassen müssen, können zurückkehren. Vielerorts haben die Leute damit begonnen, das Chaos aufzuräumen. Rund 800 Soldaten wurden in den letzten Tagen in das Hochwassergebiet entsandt. Sie brachten Menschen mit Lastwagen nach Hause, halfen beim Hochwasserschutz und bei der Reinigung. Die Soldaten kehrten am Montagabend nach Hause zurück. In Gelderland und Übersee werden Deiche akribisch überwacht, aber die Menschen brauchen keine Angst zu haben.

Die Leute in Walkenberg sind mit dem Aufräumen beschäftigt. Foto von Marcel van Horn / ANP

Belgien

Auch in Belgien geht das Wasser zurück und viele Orte werden wieder erschlossen. Starke Regenfälle und Überschwemmungen verursachten erhebliche Schäden und Verletzte. Viele Städte, Dörfer und Häuser waren stark betroffen. 31 Menschen sind der Katastrophe nicht entgangen. Belgien gedenkt heute aller Opfer. Der 20. Juli wird vom belgischen Premierminister Alexandre de Cruz zum Nationalen Trauertag erklärt. Heute Nachmittag ertönt überall die Sirene und die Flaggen werden auf Halbmast gehisst. Dabei werden die Aufgaben aller Rettungs- und Rettungskräfte möglichst weit entfernt berücksichtigt. Zehntausende Menschen haben sich freiwillig gemeldet, um bei der Beseitigung von Trümmern und Straßen zu helfen.

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Foto: Nicholas BoseIm Süden Belgiens wird eine Bahnstrecke repariert. Foto: Nicholas Bose

Deutschland

In Deutschland wird das Risiko immer geringer. Aber viele sind immer noch an einer zukünftigen Katastrophe interessiert. In der Eiffel-Region im Westen des Landes sind viele Gebiete stark betroffen und es kann Monate dauern, bis sie sich erholen. Häuser, Straßen, Brücken, Eisenbahnen und Bahnhöfe wurden zerstört und Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Viele haben noch immer kein fließendes Wasser und keinen Strom. Viele fehlen, weil es für sie nicht zugänglich ist. Viele starben in Deutschland an den Folgen der Katastrophe: 164 überlebten nicht. In Erfstadt-Plassem ist die Lage durch Erdrutsche noch gefährlicher. So stürzten die Häuser ein und der Boden ist noch immer instabil.

Foto: Wolfgang RotteBundespräsidentin Merkel besuchte die westdeutsche Stadt Iversheim. Foto: Wolfgang Rotte

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