Hoekstra begrüßt Plan zur Schaffung einer EU-Geldwäscheaufsichtsbehörde

Die Europäische Union braucht eine unabhängige europäische Aufsichtsbehörde im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die Europäische Kommission schlägt daher vor, eine Agentur oberhalb der nationalen Aufsichtsbehörden zu schaffen, wie beispielsweise die niederländische Finanzmarktaufsichtsbehörde (AFM). Minister Wopke Hoekstra (Finanzen) begrüßt den Plan.

“Ich freue mich, dass der Ausschuss Vorschläge gemacht hat, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung besser zu bekämpfen”, sagte er. “Diese Probleme sind so groß, weitreichend und global, dass sie einen transnationalen Ansatz erfordern.” Die Niederlande und eine Reihe von Ländern, darunter Frankreich und Deutschland, hatten sich seit einiger Zeit für eine europäische Ehre und starke europäische Stützpunkte eingesetzt. Laut Hoekstra werden die Probleme weder morgen noch übermorgen gelöst und die Mitgliedsstaaten müssen sich zusammenschließen. Der Europäische Datenschutzbeauftragte soll 2024 starten.

GwG, wie die Institution unter ihrem Akronym (Anti-Money Laundering Authority) bekannt sein wird, ist der Eckpfeiler eines größeren Pakets, das darauf abzielt, die Erkennung verdächtiger Transaktionen und Aktivitäten zu verbessern und Schlupflöcher zu schließen, die Kriminelle jetzt nutzen, um schlechtes Geld zu schleusen. oder Terrorismusfinanzierung. Die vorgeschlagene Gesetzgebung wurde auch im Einklang mit neuen Technologien aktualisiert, um beispielsweise kriminelle Finanzaktivitäten mit Kryptowährung zu bekämpfen.

Neue Gesetze

Die EU-Aufsicht bedeutet nicht, dass die Rolle der AFM bei der Durchsetzung des Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrechts beendet ist. genau das Gegenteil. Der Ausschuss hat neue Regeln für die weitere Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden festgelegt. Das Geldwäschereigesetz (GwG) wird unter anderem befugt sein, Banken und Unternehmen mit Geldbußen zu belegen, wenn sie gegen die Geldwäschereivorschriften verstoßen.

READ  Chelsea verbringt Nachmittage in Schrecken und nimmt Fußballunterricht bei West Bromwich Albion

„Jeder neue Geldwäscheskandal ist zu viel – und eine Warnung, dass die Arbeit, Löcher in unserem Finanzsystem zu stopfen, noch lange nicht abgeschlossen ist“, sagte Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis. Europa wurde in den letzten Jahren mehrfach durch Skandale um Geldwäsche-Affären erschüttert, insbesondere bei Großbanken in verschiedenen Ländern. In den Niederlanden wurden dafür Geldstrafen gegen ING, Rabobank und ABN Amro verhängt. In den Niederlanden werden jährlich schätzungsweise 15-20 Milliarden Euro gewaschen.

Stimmen die Mitgliedsstaaten der Schaffung eines GwG zu, ist das Land anzugeben, in dem die Agentur ihren Sitz hat. Angeblich interessieren sich dafür rund zwei Dutzend Länder, darunter Deutschland und die Niederlande.

Sie können diesen Themen folgen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.