Jeder Dritte mit dem seltenen Krebs wird zuerst falsch diagnostiziert

Dies wird durch Untersuchungen des niederländischen Verbandes der Krebspatientenorganisationen (NFK) unter 2.027 Personen belegt, die eine seltene Form von Krebs haben oder hatten. Vier von zehn dieser Patienten erhielten für diese Fehldiagnose eine Behandlung, Therapie oder Medikamente.

Bei fast einem Drittel der Studienteilnehmer dauerte es mehr als vier Wochen zwischen der ersten Konsultation eines Arztes im Krankenhaus und der Diagnose eines seltenen Krebses. Der derzeitige berufliche Standard sieht vor, dass eine Diagnose grundsätzlich innerhalb von drei Wochen nach dem ersten ambulanten Besuch gestellt werden sollte.

In den Niederlanden leiden 130.000 Menschen an seltenen Krebsarten wie Analkrebs, Gallengangskrebs, Vulvakrebs, Schilddrüsenkrebs und Hirntumoren. Menschen mit seltenem Krebs haben eine um 15 Prozent geringere Überlebenschance als Patienten mit häufig auftretenden Krebserkrankungen.

Laut Krebsorganisationen kann dies teilweise durch eine Verzögerung bei der korrekten Diagnose erklärt werden.

Zu spezialisierten Zentren

Krebspatientenorganisationen und die Niederländische Krebsgesellschaft laden Menschen mit seltenen Krebsarten ein, in spezialisierten Zentren getestet und behandelt zu werden. Dies betrifft vorzugsweise Universitätskliniken (UMCs).

Für einige seltene Krebsarten wie Kopf- und Halskrebs wurden bereits nationale Vereinbarungen zu diesem Thema geschlossen. Bei Leukämie oder Lymphknotenkrebs wurde vereinbart, jeden Patienten mit einem spezialisierten Zentrum zu besprechen.

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