Kag plant, Reisen in die Region zu unternehmen, um die in Afghanistan Zurückgebliebenen zu halten

Ausscheidende Staatssekretärin Sigrid Kaag.ANP . Bild

Und die USA gaben am Sonntagabend in einer gemeinsamen Erklärung mit 100 Ländern, darunter den Niederlanden, bekannt, dass sie von den Taliban zugesagt haben, dass Ausländer und Afghanen auf den Evakuierungslisten das Land verlassen dürfen.

Die scheidende Staatssekretärin Sigrid Kaag reist diese Woche in mehrere Länder der Region. Sein Sprecher kann nicht sagen, welche Länder er ist und mit wem er sprechen wird.

Kaj wird informierten Quellen zufolge zumindest “so bald wie möglich” die Nachbarländer Pakistan, die Türkei und Katar besuchen. Kaag sagte am Montag, diese drei Länder hätten “gute Kontakte und Einblicke”. Die Taliban haben ein Büro in Katar. Die Länder, die Kontakte zum Regime haben, führen Gespräche in der katarischen Hauptstadt Doha.

Kaag hat derzeit keinen direkten Kontakt zu den Taliban im Auftrag der Niederlande. „Zu diesem Zeitpunkt noch nicht“, sagt sie. Auf Botschafterebene stehen die Deutschen mit den neuen afghanischen Machthabern in Kontakt. Kaj betont, dass ein Gespräch auf einer bestimmten Ebene nicht bedeutet, die Regierung anzuerkennen.

Flughafen

Kag will in die Türkei reisen, weil dieses Land eine wichtige Rolle bei der Wiedereröffnung des Flughafens Kabul spielen wird. Die Taliban haben die Türken um technische Hilfe gebeten, und die Türkei soll dazu bereit sein. Pakistan ist ein logisches Ziel: In den vergangenen Wochen sind Militärflüge der Verteidigung aus Kabul in Islamabad gelandet. Die pakistanische Hauptstadt liegt 500 Kilometer von Kabul entfernt.

„Hinter den Kulissen wird alles getan, um die Leute rauszuholen“, sagte eine Quelle. Dabei werden „alle Optionen“ berücksichtigt, wie etwa Räumungen auf dem Landweg. In ihren Gesprächen könnte Kaag dafür plädieren, Personen, die noch auf der niederländischen Evakuierungsliste stehen und sich an der Grenze melden, Einreise und Visa zu gewähren. Der deutsche Amtskollege Hino Maas führt jedenfalls ähnliche Diskussionen.

Rota für Macron

Auch der scheidende Premierminister Mark Rutte stehe zu Afghanistan “in ständigem Kontakt mit Regierungschefs”. Er reist am Dienstag nach Paris, um mit Präsident Emmanuel Macron zu sprechen. Rutte rief am Samstag Bundeskanzlerin Angela Merkel an und hatte zuvor mit dem britischen Premierminister Boris Johnson telefoniert.

Ziel dieser Gespräche sei es, so schnell wie möglich in Kabul „irgendwie vertreten“ zu sein, heißt es aus Quellen. Dabei wollen die europäischen Verbündeten „zusammen arbeiten“. Nach der Abreise des niederländischen Botschaftsteams am Donnerstagabend wird es in der afghanischen Hauptstadt keine diplomatischen Posten mehr geben.

In den letzten Wochen haben die Niederlande 2.500 Menschen aus Afghanistan evakuiert, von denen 1.600 einen niederländischen Pass hatten oder die Niederlande ihr endgültiges Ziel waren. Andere reisten in andere Länder. Zuvor hatte das Kabinett auch angekündigt, zu untersuchen, ob private Sicherheitsunternehmen in Afghanistan helfen könnten, die in Afghanistan verbliebenen Niederländer zu evakuieren.

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