Kann CBD-Öl bei Epilepsie helfen – wie sollte die Dosierung sein

Weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen von Epilepsie betroffen – doch auch, wenn die Krankheit weit verbreitet ist, weiß die Öffentlichkeit häufig nicht, was sich genau hinter dem rätselhaften Namen versteckt. Die neurologische Erkrankung bringt diverse Symptome mit sich, wobei sich typischerweise Zuckungen und Krämpfe bemerkbar machen. Dabei sind diese nicht immer gleich schwer, oftmals kommt es jedoch zum Bewusstseinsverlust. Die schwerste Variante nennt sich „Grand Mal“ – es kommt zum vollständigen Verlust des Bewusstseins, des Weiteren dauert ein solcher Anfall auch recht lange. 

In einem solchen Fall sollte schnell der Krankenwagen gerufen werden, da dieser mitunter sogar tödlich verlaufen kann. Nachdem der Betroffene wieder erwacht, fühlt er sich häufig benommen, erschöpft und leidet unter Kopf – oder Muskelschmerzen. Behandelt wird das Syndrom mit Neuroleptika. Diese sind – wenn sie optimal auf den Betroffenen eingestellt sind – zwar wirksam, bringen jedoch oftmals eine Vielzahl von Nebenwirkungen mit sich und können die Lebensqualität der Patienten mitunter stark einschränken. Ob es mit dem Hanfwirkstoff CBD vielleicht sogar Hilfe aus der Natur gibt, zeigt dieser Artikel.

CBD gegen Epilepsie – was sagt die Forschung?

Eine der größten Probleme an der Erkrankung ist, dass diese jederzeit ausgelöst werden kann – die Auslöser können vielfältig sein und nicht immer gemieden werden. Forscher konnten feststellen, dass wir über ein körpereigenes Endocannabnoid-System verfügen, welches viele unserer Körperfunktionen steuert – von der Körpertemperatur bis hin zu den Hormonen und Botenstoffen in unserem Organismus. Die Cannabis-Pflanze besitzt Cannabinoide, welche sich direkt mit dem ECS unseres Körpers verbinden und auf diesen einwirken können. Da ein epileptischer Anfall sehr stark mit anormalen Abläufen im Gehirn zusammenhängt, kann die richtige Dosierung von Cannabidiol hierbei gute Dienste leisten – insbesondere bei schweren Formen der Krankheit, wie dem Dravet-Syndrom, zeigten sich bemerkenswerte Erfolge.

CBD statt Schulmedizin – funktioniert das?

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Geheilt werden kann die Erkrankung zwar weder durch das Cannabinoid noch durch die Schulmedizin, doch Studien konnten in Tierversuchen beweisen, dass CBD antiepileptisch wirkt und sogar zur Vorbeugung gegen etwaige Anfälle eingesetzt werden kann – diese traten bei Cannabidiol-Einnahme entweder gar nicht mehr oder viel seltener auf. Es wird vermutet, dass Cannabinoide Neuroprotektiva sind, welche das Gehirn vor sogenannten „Noxen“ wirksam schützen. Bei diesem Begriff handelt es sich um alles, was dem Nervensystem schadet (nicht nur bestimmte Substanzen, sondern auch Umstände). Auch weitere Erkrankungen, wie beispielsweise Parkinson, Demenz oder Alzheimer werden unter anderem durch diese neurotoxischen Faktoren ausgelöst.

CBD Öl Dosierung bei Epilepsie

Falls auch Sie an an der Störung leiden, haben Sie sich vielleicht auch schon gefragt, wie Sie Cannabidiol am besten konsumieren können. Empfehlenswert ist in den meisten Fällen CBD-Öl, da es ideal über die Mundschleimhaut eingenommen werden und von dort aus schnell in den Blutkreislauf weitergeleitet werden kann. Die Substanz muss somit nicht erst den Verdauungstrakt passieren, sondern passiert auf diesem Wege direkt die Blut-Hirnschranke und wirkt so bereits nach 15 bis 20 Minuten, wobei die Wirkungsdauer vier bis sechs Stunden beträgt.

Die regelmäßige Einnahme des Mittels kann somit dazu führen, dass die Betroffenen beschwerdefrei werden. Besonders positiv ist hierbei, dass diese natürliche Arznei so gut wie frei von Nebenwirkungen oder Folgeerscheinungen ist und somit auch für die langfristige Anwendungen geeignet ist. Wer eine CBD-Therapie beginnen möchte, sollte zwei bis dreimal am Tag fünf Tropfen einnehmen – die Dosis kann bei Bedarf selbstverständlich individuell angepasst werden. Sollten Sie bereits Neuroleptika einnehmen, ist vorher auf jeden Fall zu prüfen, ob möglicherweise Wechselwirkungen in Kombination mit Cannabidiol auslösen würden. Hierbei ist ärztlicher Rat somit auf jeden Fall zu empfehlen.

Ist CBD auch bei Epilepsie beim Hund wirksam?

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Was nicht vielen bekannt ist – auch Hunde können an dieser Erkrankung leiden. Da die Krankheit auch bei Tieren nicht einfach zu behandeln ist, kann CBD hier durchaus eine effektive Lösung darstellen. Studien zeigen nämlich, dass die traditionell verschriebenen Medikamente auch bei Hunden sehr viele unerwünschte Erscheinungen mit sich bringen können und gerade diese Tiere Cannabidiol gut bis sogar sehr gut vertragen. Zwei Tropfen des Öls pro fünf Kilo Körpergewicht sind hierbei erst einmal ausreichend.

Auch Ihrem Hund können Sie das Mittel vorsichtig unter die Zunge träufeln. Sollte dies nicht funktionieren, können Sie das CBD-Öl auch einfach über das Futter oder eine kleine Leckerei geben. Durch die Nahrung wird das Hanfpräparat dann zwar über den Verdauungsapparat aufgenommen, ist jedoch trotzdem noch wirksam. Einziger Wermutstropfen hier: Es kann bis zu vier Stunden dauern, bis die Wirkung eintritt und bemerkbar wird. Wichtiger Hinweis: Sollte Ihr Hund bereits andere Medikamente nehmen, sollten Sie die CBD-Einnahme mit Ihrem Tierarzt absprechen. Dies ist generell sinnvoll, da jedes Tier eine eigene Krankengeschichte hat.

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