Katar geht am 2. Oktober zum ersten Mal zur Wahl

Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, kündigte an, dass die ersten Wahlen in Katar am 2. Oktober nächsten Jahres stattfinden werden. Katar können für Mitglieder des höchsten Beratungsgremiums des Emirs, des Schura-Rates, stimmen.

Ziel der Wahlen sei, so der Fürst, den Bürgern des Landes mehr Mitsprache zu verschaffen. Der regierende Emir von Katar bezeichnet die Wahlen als wichtigen Schritt für das Land.

Viele arabische Länder haben eine Shura, was Beratung bedeutet. Im Koran werden Muslime ermutigt, ihre Angelegenheiten im gegenseitigen Einvernehmen im Schura-Rat zu regeln.

Zwei Drittel gewählt

Im Oktober können katarische Bürger 30 Mitglieder in den 45-sitzigen Shura-Rat wählen, die restlichen 15 Mitglieder werden vom Emir ernannt.

2003 wurde die aktuelle Verfassung nach einem Referendum verabschiedet. Gemäß dieser Verfassung muss die Regierung Wahlen zum Schura-Rat abhalten. Dem Rat sollten auch Aufsichtsbefugnisse übertragen werden, die jedoch nicht für die Verteidigungs-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik gelten.

Wer abstimmen kann, ist unklar

Katar ist eines der reichsten Länder der Welt pro Kopf. Der Großteil der Bevölkerung von 2,3 Millionen sind Expats und ausländische Arbeitnehmer. Die Zahl der katarischen Bürger wird auf 300.000 bis 400.000 geschätzt. Wie viele Katarer an den Wahlen teilnehmen dürfen, ist nicht bekannt. Seit letzter Woche stimmberechtigt.

Auch andere arabische Golfstaaten haben eine begrenzte Vertretung. Diese Länder sind wie Katar eine Monarchie, in der die Macht beim Emir (König) liegt und durch die Erblinie weitergegeben wird. Nur die gewählten Parlamentarier in Kuwait und Bahrain haben mehr politischen Einfluss.

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