Kindesmissbrauchssuche in der Erzdiözese Köln bringt 202 Verdächtige hervor | Zur Zeit

Eine Untersuchung sexueller Übergriffe in der Erzdiözese Köln von 1975 bis 2018 ergab 202 potenzielle Verdächtige. Dies spiegelte sich in einem 800-seitigen Bericht wider, der am Donnerstag vorgelegt wurde. Mindestens 314 Menschen, die meisten davon Jungen unter 14 Jahren, sollen Opfer gewesen sein.

Das Forschungsteam unter der Leitung von Rechtsanwalt Bjørn Jrcke schloss dies auf der Grundlage der Kirchenarchive. Ziel der Untersuchung war es, Missbrauchsfälle und die anschließende Reaktion der kirchlichen Behörden zu ermitteln.

Rainer Maria Walkie, Kardinal von Köln, hat diese Untersuchung selbst beantragt. Dem Bericht zufolge hat er sich gut benommen und seine Pflichten nicht verletzt. Sein Vorgänger und jetziger Hamburger Kardinal Stephen Hess wurde im Bericht wegen schwerwiegender Pflichtverletzung in Bezug auf Missbrauchsfälle angeklagt. Er soll unangemessen gehandelt haben und in elf Fällen keine angemessenen Verfahren befolgt haben, als er von einem Missbrauchsfall erfuhr.

Fast die Hälfte der dreihundert Fälle, mit denen Gercke konfrontiert war, betrafen sexuelle Übergriffe, von denen die meisten gegen Jungen verübt wurden. Der Rest der Fälle fällt unter eine Form von inakzeptablem Verhalten.

Die Erzdiözese Köln ist mit 1,9 Millionen Katholiken die größte im deutschsprachigen Raum.

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