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Kommentar – Europäischer Eisenbahnwettbewerb

Allgemeiner Pfad

Die Europäische Union hat 2021 zum Jahr der Eisenbahnen erklärt. Im Laufe des Jahres wird es in Europa Veranstaltungen und Initiativen geben, um den Anteil der auf der Schiene transportierten Personen und Güter als eines der Ziele des Europäischen Green Deal zu erhöhen. Es wäre jedoch besser, wenn die Europäische Union die nationalen Eisenbahnunternehmen und -betreiber zu einer besseren Zusammenarbeit zwingen würde, damit der grenzüberschreitende Transport mit Zug und LKW einfacher wird.

Der grenzüberschreitende Güterverkehr auf der Schiene ist in Europa nach wie vor sehr kompliziert. Überall werden unterschiedliche Anforderungen an Gleis, Lokomotive und Personal gestellt. Dies war jahrelang bekannt, aber es hat sich sehr wenig geändert. Das Problem ist, dass keines der europäischen Länder tatsächlich die Führung übernimmt. Es ist klar, dass einzelne EU-Mitgliedstaaten ihre Bedeutung noch nicht ausreichend sehen, vielleicht weil sie sich immer noch als konkurrierende Wirtschaftszonen betrachten. Eine gute Kommunikation mit einer Person geht zu Lasten des Arbeitsklimas einer anderen Person. Dies ist nicht nur ein internationales Problem, sondern auch auf regionaler Ebene konkurrieren die lokalen Behörden manchmal miteinander. Cabotter sagt dazu auf Seite 9: “Erklären Sie den Chinesen einfach, dass wir in Venlo mit Amsterdam und Rotterdam konkurrieren.” Ganz zu schweigen von der Rivalität zwischen den verschiedenen internationalen Seehäfen.

Die Eisenbahnen sind vielleicht ein Beispiel dafür, dass die Interessen der Öffentlichkeit, auch in Europa, Vorrang vor den öffentlichen Interessen haben. Andernfalls wäre der grenzüberschreitende Schienenverkehr längst organisiert worden. Denn wer ist dagegen? Dies ist die einzige Option für schwere, emissionsfreie Langstreckentransporte. Das Üben ist also viel schwieriger. Duisburg beispielsweise protestierte vehement gegen die Entwicklung des Bahnhofs in Venlo. Die Deutschen scheinen keinen großen Bahnhof in ihrem eigenen Hinterhof zu sehen. Sie befürchten, dass die Wirtschaftstätigkeit in den Limburger eindringen wird. Und Betuweroute ist kein gutes Beispiel für internationale Zusammenarbeit. Es wird Jahre dauern, bis der deutsche Teil von Betuweroute da ist. Gleiches gilt für den Personenverkehr mit dem Zug, da der Betrieb der Eisenbahnlinie Breda-Antwerpen komplex ist. Und wenn die Niederlande, Deutschland und Belgien in diesem Bereich nicht gut zusammenarbeiten können, wie werden es dann andere europäische Länder tun?

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Der grenzüberschreitende europäische Transport erfolgt nach wie vor größtenteils per LKW. Dies scheint sich in den kommenden Jahren nicht zu ändern. Denn trotz aller guten Absichten und PR-Initiativen der Europäischen Union stellt sich die Frage, was wirklich aus Brüssel passiert. Solange der Schienenverkehr hauptsächlich auf nationaler Ebene geregelt ist und alle nationalen Interessen unterschiedlich sind, ist dies wahrscheinlich nicht so sehr der Fall. Leider wird sich an einer offiziellen Party wie dem Europäischen Jahr der Eisenbahnen nicht viel ändern.

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