Merkel im Katastrophengebiet: “Keine Worte für diese Art von Verwüstung”

Merkel sagte, die Erholung sei eine langfristige Verpflichtung, und am Mittwoch werde ein Unterstützungspaket verabschiedet. “Das kann Deutschland zum Glück finanziell unterstützen.”

Ende August will sie wieder nach Schuld, denn „hier wird kurzfristig nicht alles wieder aufgebaut“.

Überschwemmungen in Deutschland haben bisher 157 Menschenleben gefordert.

Schnellerer Klimaschutz

Merkel weist auch auf die Notwendigkeit einer besseren Klimapolitik hin. “Wir sehen hier, wie groß Naturkatastrophen sein können. Wir werden ihnen kurzfristig, aber auch mittel- und langfristig entgegentreten.” Natur und Klima sollten ihrer Meinung nach stärker berücksichtigt werden als in den letzten Jahren. “Wir müssen uns beeilen. Wir müssen im Kampf gegen den Klimawandel schneller sein.”

“Es bedarf einer nationalen Anstrengung, die Folgen der Katastrophe zu bewältigen”, sagte Ministerpräsident Malo Drerer, der Merkel danach begleitete. “Die Suche nach Überlebenden geht weiter, und wir werden nicht ruhen, bis wir alle Vermissten gefunden haben.”

Bürgermeister Herbert Lucy van Schold sagte mit einem Kloß im Hals, alle Gebäude in seiner Gemeinde seien beschädigt worden und es würde Jahre dauern, alles zu restaurieren. “Diese Katastrophe wird bei allen verschuldeten Menschen Narben hinterlassen.” Er fühlt sich durch die von Merkel versprochene Hilfe überfordert.

Lächelnder Premierminister des Staates

Merkel beantwortete eine Reporterfrage über das Lachen des Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei Armin Laschet, der mit Präsident Frank-Walter Steinmeier das Katastrophengebiet besuchte, nicht wirklich. “Ich finde die Sorge in Nordrhein-Westfalen genauso groß wie in Rheinland-Pfalz und das Land hat schon Geld gespart.” Laschet ist dort Ministerpräsident.

Als Steinmeier über die Lage im schwer getroffenen Erwistadt sprach, stand Laschet lachend im Hintergrund und unterhielt sich mit den Menschen um ihn herum.

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In der größten Stadt im Katastrophengebiet erklärt NOS-Reporter Henrik-Willem Hofs, wie es dort aussah:

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