Nissan folgt Renault und verkauft eine Beteiligung an Daimler

Der japanische Autohersteller Nissan will seine Beteiligung an der deutschen Firma Daimler verkaufen. Das Eigenkapital beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Nissan will das Geld für die Entwicklung des elektrischen Fahrens verwenden, eine Anstrengung, die der gesamte Automobilsektor darstellt. Auch der Nissan-Partner Renault hat früher alle Daimler-Aktien verkauft.

Nissan bietet rund 16,4 Millionen Daimler-Aktien zum Verkauf an. Wie Renault versucht Nissan, seine Rentabilität zu verbessern. Das japanische Unternehmen will auch sein Portfolio neu ausrichten. Aus ähnlichen Gründen hat Renault bereits im März mehr als 1,1 Milliarden Euro Aktien des Unternehmens hinter Mercedes-Benz verkauft.

Nissan und Renault haben ihre Projekte vor zehn Jahren in Zusammenarbeit mit Daimler gestartet. Die Projekte des ehemaligen Daimler-Chefs Dieter Zetsche und seines Kollegen Carlos Ghosn von Nissan und Renault waren nicht sehr erfolgreich. Mercedes stornierte die auf dem Nissan Navara basierende X-Klasse wegen schlechter Verkaufszahlen. Darüber hinaus verspotteten die Kunden die bescheidene Qualität des Citan-Pickups, der Teile mit Renault teilt. Und die geplante Zusammenarbeit für ein Werk in Mexiko verlief nicht wie geplant.

Otoosh

Ghosn und Ziçe halten regelmäßig gemeinsame Pressekonferenzen auf Autoausstellungen ab. Dies geschah, bevor die japanische Polizei den Ex Ende 2018 wegen Verdachts auf Fehlverhalten in Mali festnahm. Ghosns Verhaftung verursachte Chaos in der Allianz zwischen Renault und Nissan.

Zichi trat im folgenden Jahr von seiner Position bei Daimler zurück. Der deutsche Automobilhersteller besitzt angeblich noch knapp 9,2 Millionen Renault-Aktien.

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