Nordkorea und Malaysia auf Auslieferungskollisionskurs: “kolossaler Akt der Feindseligkeit”

Nordkorea schloss seine Botschaft in Malaysia und nahm alle seine Diplomaten mit nach Hause. Die beiden Länder sind wegen einer nordkoreanischen Übergabe an die Vereinigten Staaten in einen diplomatischen Streit verwickelt.

Pjöngjang hat letzte Woche alle diplomatischen Beziehungen zu Malaysia abgebrochen. Dann befahl die Regierung von Kuala Lumpur den nordkoreanischen Diplomaten, das Land für 48 Stunden zu verlassen.

Heute wurde die nordkoreanische Flagge in der Botschaft gesenkt und das Namensschild entfernt. Dann fuhren zwei Busse mit dem Personal und ihren Familien zum Flughafen.

“Die Größe des feindlichen Gesetzes”

Letzte Woche hat Malaysia einen nordkoreanischen Staatsbürger, der jahrelang im Land gelebt hatte, an die Vereinigten Staaten ausgeliefert. Er wurde 2019 verhaftet, weil er angeblich gegen das dem Regime auferlegte internationale Handelsembargo verstoßen hatte, indem er Luxusgüter in sein Herkunftsland geliefert hatte.

Nordkorea nennt die Anschuldigungen “lächerliche Lügen” und schwört, dass die Vereinigten Staaten dafür bezahlen werden. Sie beschuldigt Malaysia, einen “kolossalen Akt der Feindseligkeit” begangen zu haben, und spricht von einer “Verschwörung zwischen dem amerikanischen Feind und der Versklavung Malaysias, unser Land zu isolieren und zu erwürgen”.

Ein Halbbruder wurde getötet

Malaysia betonte, dass ein unabhängiger Richter der Übergabe zugestimmt habe und beschrieb Nordkoreas Reaktion als “feindlich und unkonstruktiv”. Da sich das Land seit 2017 in diplomatischen Streitigkeiten mit Nordkorea befindet, gibt es kein Botschaftspersonal mehr, das sich aus Pjöngjang zurückziehen könnte.

2017 wurde der Halbbruder des nordkoreanischen Führers Kim Jong Un am Flughafen Kuala Lumpur getötet. Weil das koreanische Regime dafür verantwortlich ist, hat Malaysia die diplomatischen Beziehungen in eine Bindung gebracht.

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