NS interveniert in Abelio Deutschland wegen “inakzeptabler Perspektive”

Appello Deutschland steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Ohne Intervention könnten die Verluste der NS-Tochter auf 30 bis 50 Millionen Euro im Jahr ansteigen. Aus diesem Grund wird unter Aufsicht des Gerichts die Wiederherstellung des Zugbetreibers durchgeführt. Das schrieb der scheidende Finanzminister Wobke Hokstra in einem Brief an das Parlament.

Der Minister spricht von einer “inakzeptablen Perspektive”, weil diverse Zugeständnisse in Deutschland noch acht bis zwölf Jahre andauern. Sie kann die Kontinuität der NS-Tochter nicht garantieren und wird keine niederländischen Passagiere bedienen. “Die Auslandsaktivitäten von NS sollten durch bessere internationale Verbindungen und grenzüberschreitenden Verkehr sowie durch positive finanzielle Ergebnisse zu den Interessen niederländischer Reisender beitragen.”

NS ist seit 2008 mit Apelio in Deutschland aktiv und derzeit in neun Regionalkonzessionen in fünf Bundesländern vertreten. Mit rund 3.000 Mitarbeitern und mehr als 275.000 Fahrgästen pro Tag ist sie ein wichtiger Player im deutschen Bahnmarkt.

Externe Faktoren

Die finanziellen Probleme von Apollo werden oft durch externe Faktoren verursacht. Sorgen bereitet ihr beispielsweise die hohen Arbeitskosten durch die neuen Tarifverträge, aber auch die Zunahme der Bahnarbeit verursacht zusätzliche Kosten. Dies führt nicht nur zu Mehrkosten für alternative Transporte, sondern auch zu nicht termingerecht ausgeführten Leistungsverträgen. Das Ergebnis ist eine Geldstrafe.

Abelio wurde unter Aufsicht des Wiederaufbaugerichts Deutschlands eingeleitet. Ein externer Umbauexperte verstärkt das Managementteam und leitet den Prozess. Es bricht die Voreingenommenheit zwischen verschiedenen Unternehmen auf und ermöglicht es, für jedes Angebot eine Lösung zu finden. Sie soll innerhalb von etwa sechs Monaten Klarheit schaffen.

70 Millionen Euro

Für die Restrukturierung erhält Apello von NSC ein Darlehen in Höhe von 70 70 Millionen Euro. Dies ersetzt die bisherige Ermittlung des gleichen Betrages. Das Finanzministerium – als alleiniger Gesellschafter der NS – hat dem Sanierungs- und Finanzierungsbeschluss zugestimmt. Hogstra sagt, dies sei “im Interesse der niederländischen Reisenden und Steuerzahler” geschehen.

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Schlägt die Sanierung fehl oder reicht die Finanzierung nicht mehr aus, muss ein Insolvenzverfahren nach deutschem Recht gerichtlich eröffnet werden. Dies bedeutet, dass die Kontrolle über Appello Deutschland von einem Administrator oder Kurator übernommen wird.

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