Nutzen Sie die Angelmöglichkeiten im Wattenmeer

Wattenmeer bei Werum. Foto: Shutterstock

Die Fischbestände im Wattenmeer geben seit einiger Zeit Anlass zur Sorge. Aber was sollen wir dagegen tun? Deutschland, Dänemark und die Niederlande haben bereits 2010 Ziele vereinbart, um mehr für die Wattenmeerfische zu tun. Ein gutes Ziel, aber es braucht mehr Koordination, um diese Ziele zu erreichen.

Jedes Land muss jetzt seine eigene Politik machen. In den Niederlanden bieten die politischen Rahmenbedingungen ausreichend Spielraum, um die dreifachen Ziele von Fisch zu erreichen.

Diese Ziele gelten seit 2010, um der Verschlechterung und Verarmung der Fischfauna im Wattenmeer entgegenzuwirken. Es ist von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zugelassen. 2018 haben sich die Minister der drei Länder in Leeuwarden darauf verständigt, diese Fangziele in Übereinstimmung mit den Swimway-Prinzipien festzulegen, die sich um die Rolle des Wattenmeeres im Lebenszyklus verschiedener Fischarten drehen. Eine Art bleibt während des gesamten Zyklus im Wattenmeer, eine andere ist eine Kinderstube oder Wachstumsstätte.

Aber können wir den Job in den Niederlanden machen und die Ziele erreichen? Aus einer im Auftrag des Programms für das reiche Wattenmeer durchgeführten Analyse wurden interessante Schlussfolgerungen gezogen, inwieweit die spezifischen dreigliedrigen Fischereiziele des Fishway Wattenmeer von den niederländischen Vorschriften und politischen Rahmenbedingungen unterstützt werden.

Chancen

Die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Das Natura-2000-Gebiet bietet reichlich Spielraum für die weitere Ausarbeitung der Dreiecksziele der Fische. Beispielsweise durch Aufnahme der in Swimway genannten Arten in die Natura 2000-Profildokumentation als „typische“ Arten. Dies ermöglicht die Entwicklung konkreter Maßnahmen.

Darüber hinaus wäre es logisch, dass die Fische die Natura 2000-Gebiete Wattenmeer, Ems-Dollard und die Küstenzone der Nordsee insgesamt einnehmen, was die Entwicklung eines „Fischmanagementplans“ ermöglicht.

Letzteres stellt unmittelbar eine Verbindung mit der Arbeit und den Zielen des Leitungsorgans von Watten her und könnte in Zukunft zu angenehmen Synergien führen. Obwohl die Meeresrahmenrichtlinie (MSRL) nicht für das Wattenmeer gilt, geht es in der MSRL nicht um Arten, die einen Teil ihres Lebenszyklus im Wattenmeer verbringen. Die Erforschung von Synergien und die Koordinierung zwischen Zielen und Maßnahmen in der Nordsee und im Wattenmeer, die für die vereinbarten Fischereiziele relevant sind, können von großem Wert sein.

OSPAR-Konvention

Das Wattenmeer fällt unter den internationalen Vertrag OSPAR (Oslo-Paris-Abkommen), dessen Hauptziele darin bestehen, den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und die Ökosysteme zu schützen und zu erhalten. Darüber hinaus bietet OSPAR Möglichkeiten, Vereinbarungen über Arten zu treffen, die mehr Aufmerksamkeit erfordern, wie Aale, Dornhaie, Gefleckte Glatthaie und Stachelrochen, aber auch Störe. Sie bieten auch Platz für Jagdziele.

Es gibt auch Möglichkeiten im nationalen und regionalen Rahmen. Derzeit wird an der Wattenmeer-Agenda 2050, Nature’s Ambition for Big Water und dem Programmatic Approach to Big Water gearbeitet. Alle diese Rahmen haben ein breites Ziel für einen gesunden Fischbestand und/oder möchten der „Spur“ einen Platz für Fische geben. Um zu konkreten politischen Absichten zu gelangen, können in Anlehnung an die dreigliedrigen Fischereiziele Ziele formuliert werden, in denen die Wiederherstellung bzw. der Erhalt fischbezogener Wattenmeerfunktionen eingeschlossen sind.

Inwieweit?

Die Angleichung bestehender Rahmenwerke wie Natura 2000, MSRL und OSPAR und die anschließende Verfolgung von Kooperationen und Vereinbarungen mit nationalen Entwicklungen, die jetzt mit der Wattenmeer-Agenda 2050 und dem Programmatic Approach to Large Waters im Gange sind, bietet eine solide Grundlage für die Erreichung des Dreifachen Ziels Fischerei.

Der gemeinsame Nenner ist hier, das Interesse an Fischen durch einen „Aktionsplan“ oder die Entwicklung von Fischbewirtschaftungsplänen zu steigern. Dies kann eine gute Unterstützung für die Arbeit der Wattenmeer-Verwaltungsbehörde sein, die die Chancen auf einen gesunden Fischbestand im Wattenmeer erheblich erhöht.

Paddy Walker ist ein unabhängiger Berater und hat die Wirksamkeit der aktuellen politischen Rahmenbedingungen für die dreifachen Fischereiziele des Programms für das reiche Wattenmeer analysiert.

Dieser Artikel entstand auf Initiative der Wattenakademie

READ  Fotografen toben in einer baufälligen Gartenschule: "Das ist einzigartig"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.