NXP Eindhoven Chipsatz wegen Patentverletzung verklagt: Taiwanesischer Konkurrent will US-Importverbot | Eindhoven

Eindhoven – Die US-Regierung leitet eine Halbleiteruntersuchung des NXP-Chipherstellers Eindhoven ein. Laut dem taiwanesischen Konkurrenten MediaTek setzt NXP seine patentierte Technologie illegal ein, daher will das Unternehmen für einige Chips ein US-Importverbot verhängen.




Laut MediaTek handelt es sich dabei um Verletzungen von fünf Patenten sowohl durch NXP als auch durch eine Reihe anderer Unternehmen. Die Patente beschreiben die Mikroprozessor- und Sensortechnologie, die NXP für Navigations- und Unterhaltungssysteme in Fahrzeugen herstellt.

Preissensitive Informationen

NXP wollte sich am Freitag zu den Vorwürfen nicht äußern. “Grundsätzlich reagieren wir nicht auf aktuelle Ereignisse”, sagte ein Sprecher des Chipsatzes. Zudem befindet sich das Unternehmen derzeit kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen in einer „ruhigen Phase“, da per Definition kein potenzieller Kurs vorhanden ist – es werden sensible Informationen bereitgestellt.

Neben NXP ermittelt auch die US-amerikanische International Trade Commission wegen der Beschwerden gegen den deutschen Autoteilehersteller Continental und den Technologiekonzern Bosch. Darüber hinaus hat die Agentur offene Fragen mit einigen US-Distributoren von Chips und elektronischen Komponenten. Die Eröffnung einer Untersuchung bedeutet nicht, dass der US-Schiedsrichter für Handelsstreitigkeiten die Beschwerden von MediaTek für berechtigt hält.

Mangel an Chips

Continental bestätigte in einer offiziellen Antwort, dass die US-Autoindustrie seit Monaten unter Chipmangel leidet. Wenn MediaTek seinen Willen durchsetzt und der Import von NXP-Halbleitern eingeschränkt wird, werden diese Probleme laut dem deutschen Unternehmen nur noch verschärft. Damit erhalten ausländische Automarken einen „riesigen Vorteil“.

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