Primemore: Insight Roboter-Seismologe enthüllt tiefe Geheimnisse des Mars

Der „automatisierte Seismologe“ von InSight überblickt die Oberfläche des MarsNASA/JPL-Caltech-Bild

Der Roboter-Seismologe Insight ist seit 2018 auf dem Mars und erforscht die Erschütterungen des Planeten, die sogenannten Mars-Erdbeben, die den inneren Zustand unseres kosmischen Nachbarn offenbaren könnten. In den letzten zwei Jahren sind mehr als fünfhundert unter seinen sprichwörtlichen Füßen gegangen.

Durch die genaue Verfolgung dieser Erdbeben konnten die Forscher das Innere des Planeten rekonstruieren. Geschwindigkeit und Richtung dieser seismischen Wellen hängen vom Material ab, durch das sie sich bewegen. Bisher waren solche Daten nur auf der Erde und dem Mond verfügbar.

großes flüssiges Herz

Nach der Analyse der Wellen haben drei internationale Forschungsteams “Sehen” Sie Strukturen, die 800 km unter die Oberfläche reichen. Die Messdaten zeigten auch, dass die Dicke der Marskruste 24 bis 72 Kilometer Dicker als die Erdoberfläche, die nur 7 Kilometer unter den Ozeanen liegt. Auch der Kortex besteht aus zwei oder drei Schichten.

Im Inneren des Planeten fließt erwartungsgemäß flüssiges HerzMit einem Durchmesser von 1.830 km fiel es etwas größer aus als erwartet. Der äußere Rand der Flüssigkeitskugel reicht bis zur Hälfte zwischen der Oberfläche und dem Zentrum des Planeten.

Es wurde auch entdeckt, dass die Marsoberfläche nur eine unterirdische Gesteinsschicht mit einer Dicke von 500 km hat, während die Erde zwei Schichten hat. Der Kern besteht wie der Erdkern hauptsächlich aus Eisen und Nickel und hat zudem eine etwas geringere Dichte als bisher angenommen.

Zusammengenommen sollten die Ergebnisse helfen, die Geburt des Mars vor Milliarden von Jahren zu rekonstruieren. In den kommenden Jahren wird Insight weitere Erdbeben aufzeichnen und die innere Sicht auf den Planeten schärfen. Auf diese Weise wollen die Forscher auch herausfinden, was in den letzten Milliarden von Jahren im Inneren passiert ist.

größter Vulkan

Der Mars birgt immer noch einige große Geheimnisse, wie zum Beispiel, warum er den größten Vulkan des Sonnensystems hat (Olympus Mons ist jetzt erloschen), während der Planet heute im Vergleich zur Erde nur wenige Vulkane hat. Indem man das Innere beider Planeten im Detail enthüllt, kann man herausfinden, woher die Unterschiede kommen.

Eine weitere offene Frage ist, wohin das Magnetfeld des Mars ging. Auf der Erde fungiert der fließende Kern als eine Art Dynamo, der das Feld erzeugt, aber auf dem Mars fehlt ein solches Feld fast. Die mögliche Erklärung, dass der ehemals flüssige Kern nun eingefroren ist, lässt sich mit den neuen Messdaten tatsächlich beseitigen.

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