Sympathisanten von WikiLeaks-Gründer Assange suchen Hilfe bei Merkel

Rund 120 prominente Unterstützer von Julian Assange appellieren an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie wollen, dass sich die 66-jährige Regierungschefin während ihres Gesprächs mit US-Präsident Joe Biden dazu verpflichtet, den Whistleblower-Gründer von WikiLeaks freizulassen.

Assange befindet sich derzeit in einer britischen Zelle und wartet auf einen Prozess, um zu entscheiden, ob seine Auslieferung an die USA fortgesetzt werden kann. Die US-Behörden vermuten seine Beteiligung an der Verbreitung von Verschlusssachen. Der Aktivist feierte kürzlich seinen fünfzigsten Geburtstag in Gefangenschaft.

Unterstützer wollen die Anklage gegen Assange fallen lassen. Ein mit Merkel sympathisierender Brief wurde von führenden Persönlichkeiten deutscher Parteien wie CDU, SPD, FDP, Die Linke und den Grünen unterzeichnet. Es ist eine Initiative des Journalisten Gunter Walraff, die unter anderem vom ehemaligen Außenminister Sigmar Gabriel unterstützt wird.

Verteidigung der Pressefreiheit

Der Brief fordert Merkel auf, das Thema bei Biden anzusprechen. Die Unterzeichner wollen, dass sie den USA klarmacht, dass es “wichtig ist, die Pressefreiheit zu verteidigen”, die Anklage gegen Assange fallen zu lassen. Sie glauben, dass damit auch die “Ära Donald Trump” beendet wird.

Die beiden Staats- und Regierungschefs werden voraussichtlich am kommenden Donnerstag in Washington zusammenkommen. Dies wird wohl der letzte Besuch Merkels als Kanzlerin in der US-Hauptstadt sein. Die Deutschen werden noch in diesem Jahr zur Wahl gehen, um das Parlament zu wählen, und Merkel will danach nicht als Regierungschefin zurückkehren.

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