Vattenfall macht sich keine Sorgen über den möglichen Klimazustand von Umweltgruppen

Der schwedische Energieversorger Wattenfall sieht das Unternehmen mit seiner Nachhaltigkeitspolitik bereits auf dem richtigen Weg. Damit reagiert das Unternehmen auf das Urteil in der Klage gegen den Öl- und Gaskonzern Shell, in dem ein Richter diese Woche entschieden hat, dass der Konzern den Kohlendioxidausstoß deutlich reduzieren muss. Vattenfall, das auf einer Regierungsliste der Top-Emittenten steht, behauptet, dass ein Großteil seiner Emissionen vom Stahlunternehmen Tata Steel stammt.

Wenn Milieudefensie, die nach dem Shell-Urteil Geschäfte mit anderen Firmen andeutet, an die Tür klopft, macht sich Vattenfall keine Sorgen. “Weil wir schon auf dem Weg zu einer fossilfreien Generation sind”, sagt die Sprecherin. Dass Vattenfall auf der Liste steht, lässt sich nach Angaben des Energiekonzerns klarstellen, denn mehr als die Hälfte der Emissionen stammen von Tata. „Wir machen aus den Restgasen von Tata Steel Strom und Dampf für Tata Steel“, sagte eine Sprecherin.

Das Unternehmen unternimmt bereits Schritte, um in nachhaltige Wärmequellen zu investieren, um Erdgas zu ersetzen, wie etwa Milliardeninvestitionen in Offshore-Wind und die Stilllegung des Kraftwerks Hemweg Anfang 2019. als Backup-Anlage benötigt, da Energie aus Wind und Sonne noch nicht zu jeder Tageszeit zur Verfügung steht. Gaskraftwerke könnten dem Konzern zufolge künftig auf Wasserstoffkraftwerke umgestellt werden.

Klarheit

Genau wie Tata Steel hat auch Vattenfall regelmäßig Kontakt zu Umweltparteien, denn „wir haben alle die gleichen Interessen“. Vattenfall sagt, er sei von Milieudefensie nicht kontaktiert worden, sagt aber, sie seien immer willkommen und es gebe bereits regelmäßigen Kontakt mit der Umweltorganisation. Wattenfall sagt auch, dass die Regierung Klarheit darüber schaffen muss, welche Technologien für den Übergang zu nachhaltiger Energie gewünscht werden. Das Unternehmen will dafür sorgen, dass die Politik bleibt, denn die Energiekonzerne müssen Milliardeninvestitionen tätigen.

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Der auch in den Niederlanden tätige und ebenfalls auf der Schadstoffliste stehende deutsche Energiekonzern RWE hat nach eigenen Angaben noch keine Einladung von Milieudefensie erhalten, möchte aber wie bereits mit verschiedenen Parteien in Gespräche eintreten. RWE engagiert sich in den Bereichen erneuerbare Energien, Kohlendioxid- und Wasserstoffspeicherung. Er stellt auch fest, dass er als Außenstehender das Urteil von Shell nicht richtig beurteilen kann. RWE hat außerdem das niederländische Klimaabkommen und einen ehrgeizigen Plan unterzeichnet, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und bis 2040 CO2-neutral zu werden.

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