Volkswagen verklagt ehemalige Top-Führungskräfte wegen Diesel-Gate-Schäden

Volkswagen verklagt ehemalige Top-Führungskräfte wegen Diesel-Gate-Schäden

Die Volkswagen AG wird den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn und den ehemaligen Audi-Vorstandsvorsitzenden Robert Stadler wegen Schäden durch Diesel Jet verklagen. Der Gruppenaufsichtsrat hat dies entschieden. Ähnliche Schadensersatzansprüche wurden auch gegen vier weitere Audi und Porsche Manager geltend gemacht. Die anderen Vorstandsmitglieder kommen jedoch damit durch.

Damit hat der Rat den “Klärungsprozess” abgeschlossen und die im Oktober 2015 eingeleitete interne Untersuchung der Ursachen der Dieselkrise abgeschlossen und wer dafür verantwortlich ist. Der im September 2015 in den USA aufgedeckte Betrugsskandal hat den Volkswagen Konzern Bußgelder und Schadensersatz in Höhe von mehr als 35 Milliarden US-Dollar gekostet. Volkswagen wurde auch in den USA wegen Betrugs und falscher Produktdaten verurteilt. In Europa sind noch einige wichtige Ansprüche von betroffenen Eigentümern von Volkswagen, Audi und anderen Konzernmarken anhängig.

Pflegemission

Die Volkswagen AG beschuldigt Winterkorn und Stadler, “ihre Wohlfahrtspflichten im Sinne des Gesellschaftsrechts zu vernachlässigen”. Dies ist das Ergebnis einer umfassenden Untersuchung von Haftungsansprüchen durch die Anwaltskanzlei Glies Lutz, die 65 Petabyte Daten, 480 Millionen Dokumente recherchierte und über 1.550 Interviews und Verhöre durchführte. Die Anwälte studierten auch die Rechtsakte aus den Vereinigten Staaten. “Die jetzt abgeschlossene Studie war die kohärenteste und komplexeste Studie, die jemals in einem Unternehmen in der Geschichte der deutschen Wirtschaft durchgeführt wurde”, sagte Volkswagen.

Pflichtverletzung

Auf der Grundlage dieser Untersuchung gelangte der Aufsichtsrat zu dem Schluss, dass Winterkorn seine Pflicht als ehemaliger Präsident des Verwaltungsrates zum 27. Juli 2015 nicht erfüllt hatte, weil er die Umstände, unter denen illegale Software eingesetzt wurde, nicht umfassend und direkt erläutert hatte der Betrieb der 2.0 TDI Dieselmotoren. Zwischen 2009 und 2015. Nordamerika wurde verkauft. Er versäumte es auch sicherzustellen, dass die diesbezüglichen Fragen der US-Behörden wahrheitsgemäß, vollständig und unverzüglich beantwortet wurden. Stadler hat ebenfalls nicht untersucht, ob zum 21. September 2016 illegale Softwarefunktionen in den Dieselmotoren von Audis und Porsche vorhanden waren.

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Debatte

Winterkorn, der kurz nach seinem Ruhm von Dieselgate zurücktrat, bestritt die Vorwürfe in einer Erklärung. Deshalb möchte er die Schlussfolgerungen mit Volkswagen genauer besprechen. Winterkurt wird auch noch von der deutschen Justiz vor Gericht gestellt. Seine Klage wurde kürzlich erneut auf September dieses Jahres verschoben. Stadler war aufgrund seiner Rolle bei Dieselgate bereits seit einiger Zeit im Gefängnis. Zu dieser Zeit befürchtete das Justizministerium, dass er die wesentlichen Akten vernichten würde. Die Klage gegen Stadler und einige seiner Kollegen beim Landgericht in München ist derzeit noch nicht abgeschlossen, könnte jedoch mehrere Monate dauern.

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