Wage es, du selbst zu sein – Gesichter der Wissenschaft

Angenommen, Sie sind Student und finden Wissenschaft interessant. Sie möchten Ihre Ausbildung zum Wissenschaftler weiterführen. Aber du denkst: “Vielleicht gehört die Wissenschaft doch nicht mir. Ich bin nicht so analytisch, ich habe Intuition. Ich mache meistens Dinge mit Gefühlen. Also gehört Wissenschaft nicht mir, oder?”. Dann schmiede andere Pläne, denn Wissenschaft ist Wissenschaft, und Wissenschaft ist objektiv.. Nun, nicht genau.

Machst du Dinge mit deinem Bauchgefühl oder mit deinem Verstand?

Als Wissenschaftler lebe ich in einem Teil der “Blase”: Die meisten meiner Freunde sind auch (Beta-)Wissenschaftler: Neurowissenschaftler, Physiker, Ingenieure. Gerade deshalb finde ich es so spannend, mit Menschen außerhalb der „harten“ Wissenschaftswelt über Wissenschaft zu sprechen. Menschen außerhalb meiner „Blasen“ geben mir neue Einsichten und Perspektiven. Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit jemandem, der Kunst und Literatur studiert hat. Wir sprachen über Emotionen und das Gehirn und waren anderer Meinung. Ihr Wissenschaftler seid immer sehr objektiv. Sie sagte: “Hab keine Angst vor dir selbst.”

Darüber musste ich eine Weile nachdenken. Ich sagte mir, sie hat Recht. Wir versuchen immer, die objektive “Wahrheit” zu entdecken, zu beschreiben und zu verstehen, und Subjektivität wird oft als etwas Negatives wahrgenommen. Aber Wissenschaftler sind auch Menschen, und sie haben ihre eigenen persönlichen Gedanken und Meinungen. Ist das nicht subjektiv? Wie passt das in die objektive Welt der Wissenschaft?

Neugier von

Nehmen wir der Einfachheit halber mich selbst als Beispiel. Nach meinem Bachelor habe ich mich für einen Master in Neurowissenschaften entschieden. Dies ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Wenn ich mich für etwas anderes entschieden hätte, hätte jemand anders die Forschungen gemacht, die ich jetzt mache, aber es wäre wahrscheinlich nicht ganz so passiert. Das gleiche gilt für die Forschungsfragen, die ich zu beantworten versuche. Wissenschaftliche Forschung beginnt mit einer Forschungsfrage. Gibt es Leben auf anderen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems? Können wir den Klimawandel vorhersagen? Wie wurde die Wirtschaft des mittelalterlichen Europas durch die Feldzüge von Dschingis Khan beeinflusst?

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Meine Fragen sind geprägt von meinem persönlichen Interesse und meiner Neugier. Jemand anderer im selben Bereich stellt die Fragen möglicherweise etwas anders, basierend auf ihren Eigenschaften oder aus einem anderen Blickwinkel oder mit einem anderen Endziel.

Die wissenschaftliche Methode, auch experimenteller Zyklus genannt.

Sobald ich meine Forschungsfrage formuliere und meine Forschung beginne, stehe ich wieder vor einer Reihe von Entscheidungen. Entscheidungen, die Sie teils mit objektiven Fakten belegen können, aber auch teils subjektiv sein können. Oft führen mehrere Straßen nach Rom. Zum Beispiel gibt es mehrere Methoden, um meine Forschungsdaten zu analysieren, und es ist nicht immer klar, dass die eine besser ist als die andere. Es hängt zum Teil davon ab, was Sie für die Forschungsfrage und -hypothese am relevantesten finden. Aber sobald eine Methode definiert ist, sind die Ergebnisse dieser Methode und die Berichterstattung über die Ergebnisse objektiv. Schreiben Sie ohne Erklärung sehr genau auf, was Sie getan und gefunden haben.

Dann kommt die Subjektivität bei der Interpretation der Befunde ins Spiel, also was sie alle bedeuten und welche Schlussfolgerungen man daraus ziehen kann. Diskussionen darüber entstehen häufig unter Wissenschaftlern. Diskussionen, die zu neuen Erkenntnissen und erweitertem Wissen führen können.

Innovation ist einer der wichtigsten Bestandteile von Wissenschaft und Forschung. Neue Hypothesen, neue Forschungsfragen und eine innovative Perspektive auf ein bestehendes Problem oder Thema. Mit anderen Worten, das ist Eureka! Heutzutage. Subjektivität ist die Wiege der Kreativität und Kreativität ist der Funke, der das Feuer der Innovation entzündet. Innovation ist also ohne Subjektivität und wissenschaftliche Objektivität nicht möglich! Wenn Sie also denken, „Wissenschaftler sind immer zu objektiv“ oder „Ich bin zu intuitiv, um zu forschen“, sagen Sie: „Wagen Sie, subjektiv zu sein!“

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