Wenn du lernen willst, wie man das Gesetz von Flex umgeht, solltest du an die Universität kommen

Mail der Gewerkschaft: Einigung über den neuen Gesamtarbeitsvertrag für niederländische Universitäten wurde erzielt. Jetzt wollen die Verhandlungsführer wissen, was wir Gewerkschaftsmitglieder denken. Sie selbst sind durchaus zufrieden: mehr Gehälter, bessere Entlohnung für die Heimarbeit, weniger Arbeitsdruck und laut Gewerkschaften das wichtigste Ergebnis: mehr unbefristete Arbeitsverträge.

Sie brauchen es dringend. 40% der Fakultätsmitglieder sind befristet. Und das ohne Doktoranden mit befristeten Verträgen. Rechnet man sie hinzu, erreicht man 60 Prozent der Zeitarbeitskräfte.

Universitätsbeamte nennen es das “elastische Gehäuse”, als wäre es eine dünne, weiche Funktionsschicht. Tatsächlich ist es eine instabile Kruste, perforiert, an manchen Stellen dicker als an anderen, die sich ständig in ihrer Zusammensetzung ändert, aber nicht vollständig verschwunden ist. Diese Kruste steht jedem im Weg.

Zeitarbeitskräfte sind natürlich gleich: eine ungewisse Zukunft, keine Hypothek, immer auf der Suche nach etwas Neuem, nirgendwo sesshaft werden können, regelmäßig zeitweise arbeitslos bleiben. Das merken die Schüler an der Qualität der Ausbildung: So wie die Lehrerin ein Fach beherrscht, kann sie es wieder verlassen. Die Arbeitsbelastung der Festangestellten nimmt zu. Weil sie ihre neuen Kollegen ständig schulen müssen, vor allem aber, weil es allerlei Arbeiten gibt, die nur von Personen mit Festanstellung erledigt werden können, wie zum Beispiel die Einsetzung aller Arten von Gremien.

Da ist es gut, dass der neue Gesamtarbeitsvertrag Vereinbarungen über weniger befristete Verträge enthält. Leider sind diese Vereinbarungen begrenzt: Sie betreffen hauptsächlich Beschäftigte mit Lehr- und Forschungsaufträgen. Wobei das größte Problem bei Lehrern besteht, die einen vollen Lehrauftrag haben, ohne Zeit für Recherchen.

Keine finanzielle Notwendigkeit, aber administrative Zurückhaltung

60 % dieser Lehrkräfte sind befristet. Dies liegt nicht daran, dass ihre Arbeit vorübergehend ist. Natürlich schwanken die Schülerzahlen und die Förderung durch das Ministerium lässt zu wünschen übrig, sodass nicht jede Lehrkraft eine Festanstellung bekommen kann. Aber ein erheblicher Teil dieser 60 Prozent ist im Rohbau tätig, wo es Strukturfinanzierungen gibt, und trotzdem bekommen sie keinen unbefristeten Vertrag.

Dies ist keine finanzielle Notwendigkeit, sondern eine Zurückhaltung des Managements. Dies zeigt sich auch in der Vielfalt fragwürdiger Rechtsstrukturen, die Hochschulen geschaffen haben, um dem Flex Act zu entgehen. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Mitarbeiter über viele Jahre befristet halten können, sollten Sie in der Personalabteilung einer Hochschule arbeiten.

Dort ließen sie die Mitarbeiter zwischen zwei befristeten Verträgen sechs Monate zu Hause sitzen, bis sie wieder Verträge zählen konnten. Sie bewegen Mitarbeiter zwischen Universität und Universitätsklinikum hin und her, weil sie ein eigener Arbeitgeber sind. Sie machen “bedingte” unbefristete Arbeitsverträge, die mehr oder weniger besagen: Du bist in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, bis die Fremdleistung endet, und dann endet auch dein Vertrag. Sie verlängern Termine, indem sie das Datum in einem bestehenden Vertrag anpassen, anstatt einen neuen Vertrag auszuarbeiten, sodass sie unter der zulässigen Höchstzahl befristeter Verträge bleiben.

notwendig und erklärbar

Dieser letzte Trick wurde kürzlich vom Richter ignoriert. Es wurde von der Universität Leiden mit ihrem Mentor Arnot van Rey angewendet. Van Ree verklagte seinen Arbeitgeber und gewann. Verteidigung der Universität Leiden: Unbefristete Verträge für Dozenten, die keine Forschung betreiben, verstoßen gegen unsere Richtlinien. Wie gesagt: Zeitverträge sind keine finanzielle Notwendigkeit, sondern eine administrative Zurückhaltung.

Dieser Widerwille scheint so groß zu sein, dass sich die Gewerkschaften nicht in einem Tarifvertrag darauf einigen konnten, dass auch für Lehrer Festanstellungen zum Normalfall werden. Was sie gemacht haben, haben sie herausgeholt: Jeder Hochschulrat muss fortan zeigen, dass seine flexible Struktur “notwendig und erklärbar” ist.

schließlich. Ich frage mich seit Jahren, warum manche College-Beamte lieber auf das Sterben verzichten, als gut funktionierenden Mitarbeitern einen unbefristeten Vertrag zu geben. Niemand konnte mir die Notwendigkeit erklären, aber jetzt, dank des neuen Tarifvertrags, wird es wirklich passieren. Ich bin neugierig.

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