“Wer zahlt die Rechnung?” – Neue Ernte

In diesem Abschnitt kommen die Niederländer in Brüssel zu Wort. Diese Woche der Beitrag von Iris Bowers, LTO-Niederlande-Aktivistin zu den Europäischen Institutionen in Brüssel.

Seit der Veröffentlichung der Farm-to-Fork-Strategie und Biodiversität durch EU-Kommissar Frans Timmermans wollen wir wissen: Was bedeutet das für die Landwirtschaft? Der letzte Woche veröffentlichte Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) über Gemeinsame Agrarstrategien und -politik (GAP) unterstützt dies teilweise.

Am 20. Mai wurden die landwirtschaftlichen Vorschläge des Green Deal ein Jahr zuvor veröffentlicht. Ein guter Grund für Copa-Cogeca, eine Pressemitteilung herauszugeben. Gemeinsam mit anderen Vertretern der Agrar- und Ernährungswirtschaft schrieb der Dachverband, dass er drei Prinzipien brauche: eine Politik, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen statt auf politischer Ideologie basiert, konkrete Instrumente und Technologien zur Unterstützung der Landwirte und gleiche Standards für Produzenten innerhalb und außerhalb der EU.

Gut zu wissen: Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) arbeitet als unabhängiges Wissenschafts- und Technologiezentrum. Das Zentrum beschäftigt Wissenschaftler, die unabhängige wissenschaftliche Beratung und Unterstützung leisten. Wir können den Ergebnissen der Studie also widersprechen, sie entspricht aber der ersten Forderung an uns als Agrarvertreter: Das Zentrum stützt seine Erkenntnisse nicht auf politische Ideologien, sondern auf wissenschaftliche Erkenntnisse.


Unter anderem kam die GFS zu dem Schluss, dass die GAP allein nicht ausreicht, um die hohen Ziele der Green Deal-Strategien zu erreichen

Iris Bowers, Lobbyistin für LTO in den Niederlanden bei europäischen Institutionen in Brüssel

Die GFS kommt unter anderem zu dem Schluss, dass die GAP allein nicht ausreicht, um die hohen Ziele der Green Deal-Strategien zu erreichen. Es wird mehr benötigt. Die Autoren kamen auch zu dem Schluss, dass Produktivitätssteigerungen im ökologischen Landbau und im Nährstoffmanagement notwendig sind. Als mögliche Lösungsansätze werden Chancen wie Präzisionslandwirtschaft und neue innovative digitale Technologien genannt. Dafür sollte der Green Deal also Chancen bieten.

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Schließlich weist die Gemeinsame Forschungsstelle darauf hin, dass die Freisetzung von Treibhausgasemissionen unbedingt verhindert werden muss. Einfach gesagt: Das, was wir hier gesagt haben, sollte nicht irgendwo weggeworfen werden. Eine CO2-Steuer an den EU-Außengrenzen könnte eine Lösung sein: die (mehr) gleichen Standards, die unter anderem von Copa-Cogeca befürwortet werden.

Damit lassen sich eine Reihe von Anzeichen erkennen, aber im Grunde: Die Einkommenseffekte der neuen Politik könnten erheblich sein und die GAP würde dies nicht angemessen kompensieren. Der Rest der Welt muss teilhaben können und wollen und das Konsumverhalten spielt eine entscheidende Rolle. Dann bleibt, denke ich, eine Frage: Wer zahlt das?

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