Wissenschaftler entdecken Wespennester, die im Dunkeln leuchten | Wissenschaft und Planet

Asiatische Hornissennester strahlen ein hellgrünes Leuchten aus, wenn sie ultraviolettem Licht ausgesetzt werden. Es wird eines der hellsten des Tierreichs sein. Das ist wieder klar lernen.




In den letzten Jahren haben viele wissenschaftliche Entdeckungen gezeigt, dass es auf unserem Planeten mehr Licht gibt, als wir uns jemals vorstellen können. Leuchtende Kreaturen sind im Tierreich sicherlich nichts Neues, man denke nur an schwache Glühwürmchen oder pulsierende Tintenfische. Aber in letzter Zeit wurden viele Säugetiere wie der Wombat, das Flughörnchen und das Schnabeltier in diese Liste aufgenommen. Weil diese Tiere mit ihrem Fell zu leuchten scheinen, wenn man sie mit ultraviolettem Licht bestrahlt, ein Prozess, der als Biolumineszenz bekannt ist.

Bei nächtlichen Streifzügen durch die tropischen Wälder Vietnams haben Wissenschaftler nun auch an einem anderen unerwarteten Ort das gleiche Leuchten beobachtet. Sie sind in den Nestern asiatischer Papierwespen. Die Lebensräume mehrerer Arten der Gattung Polistes (Polistes brunetus, P. lepcha, P. japonicus und Polistes Spezies unbestimmt) leuchteten hellgrün, als Wissenschaftler sie mit tragbaren UV-LEDs beleuchteten. Nester sind je nach Nestgröße, Stärke der Zwiebel und Wespenart mit bloßem Auge in einer Entfernung von 5 bis 20 Metern zu erkennen. Die Hornissen selbst zeigen jedoch keine Spur von leuchtenden Eigenschaften. Angesichts der Kraft des Glühens glauben Forscher, dass dies auch eine effektive Funktion hat.

Bilder von fluoreszierenden Wespennestern.
Bilder von fluoreszierenden Wespennestern. © Von Marcillac et al., JR Soc. Fassade, 2021

Mikroskopische Untersuchungen zeigen, dass in den Seidenfasern, in denen die Wespen ihre Nester bauen, fluoreszierende chemische Verbindungen enthalten sind. Wespen können theoretisch die Lichtfarbe von Nestern wieder wahrnehmen. Dies kann bedeuten, dass Wespen es verwenden, um ihr Zuhause in der Abenddämmerung zu markieren, obwohl die wahrscheinlichste Erklärung darin besteht, die sich entwickelnde Puppe vor einfallenden UV-Strahlen zu schützen. Der schädliche Anteil des Sonnenlichts wird eingefangen und in ein gutartiges Leuchten umgewandelt.

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Die Forscher freuen sich auch über diese Entdeckung, weil sie zur Identifizierung eines neuen Biomaterials führen könnte. Dieses kann für verschiedene biomedizinische Forschungszwecke genutzt werden, wie zum Beispiel das in Quallen nachgewiesene fluoreszierende Protein GFP. Währenddessen suchen Wissenschaftler weiter nach anderen Arten, die Licht ausstrahlen können.

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